21. Juni 2023. Am Morgen früh um 9.30 lief der Krilo Katamaran aus Mali Lošinj Richtung Zadar aus. In Zadar müssten wir zum Fähre Hafen um nach Insel Ugljan zu kommen. Wir wählten den Weg über die Inseln weil die Hauptverbindung nicht Fahrrad freundlich ist. Dafür über die Inseln ist es friedlich und schön.
In Biograd übernachten wir in einem „Bustouristen“ Hotel: Kornati.
Die Insel Lošinj ist ein Teil der Inselgruppe Cres-Lošinj und gehört zur westlichen Inselkette der Kvarner-Inseln innerhalb der Kvarner-Bucht, die zusammen mit der Bucht von Triest den am tiefsten ins europäische Festland hineinragenden Teil des Mittelmeeres darstellt. Die Inselgruppe Cres-Lošinj erstreckt sich vom Nordwesten zum Südosten in einer Länge von 99 km und hat eine Gesamtfläche von 513 km², was 16 % der Gesamtfläche aller adriatischen Inseln ausmacht. Meer von hoher Qualität und erstklassige Luft mit über 200 Sonnentagen im Jahr sowie 1018 Pflanzenarten, von denen 939 der autochthonen Flora gehören, machen aus Lošinj ein Aromatherapie-Zentrum und Brennpunkt der Vitalität und des Gesundheitstourismus – eine ökologisch bewusste und moderne Destination.
Paradise
Wir übernachten im Hotel Bellevue in der Čikat Bucht. Das Hotel ist absolut traumhaft! Es besticht nicht nur durch seine perfekte Lage, sondern auch durch seine wunderschöne Ausstattung. Die Lage des Hotels ist einfach unschlagbar. Eingebettet in die atemberaubende Landschaft, bietet es einen atemberaubenden Blick auf das azurblaue Meer. Aber das Beste kommt noch: Das Frühstücksbuffet im Hotel ist einfach fantastisch! Es ist ohne Zweifel eines der besten Buffets, die ich je gesehen habe.
Wandern
Am ersten Tag unternahmen wir eine Wanderung entlang der Küste bis nach Veli Lošinj. Der Weg war wunderschön, aber aufgrund der Hitze auch etwas anstrengend. Am Ende mussten wir noch über den Hügel gehen. Die gesamte Tour dauerte etwa 3 Stunden! Als Belohnung gönnten wir uns in Veli Lošinj ein Radler. Auf dem Rückweg zum Hotel gingen wir auf der anderen Seite ebenfalls entlang der Küste. Für den Rückweg benötigten wir eine Stunde.
Istrien, die malerische Halbinsel im Norden Kroatiens, ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Abenteuerlustige. Mit seinem milden mediterranen Klima, atemberaubenden Küstenlandschaften und historischen Dörfern ist diese Region der ideale Ort für ein unvergessliches Fahrradabenteuer.
Erste Etappe: Brijuni – Labin, 48,7km
Auf Nebenstrassen rauf und runter: Sonne, Hitze, Gewitter, Regen. Am ersten Fahrtag hatten wir alles.
Übernachtung im Hotel Peteani. Das Hotel bietet eine wunderschöne und moderne Einrichtung, die es für uns zu einem Boutique-Hotel macht. Die Küche im Hotel ist hervorragend und auch die Weinkarte kann sich sehen lassen. Während unseres Aufenthalts haben wir eine einheimische istrische rote Rebsorte entdeckt, den Teran.
2. Etappe Labin – Cres, 50km
Am 17. Juni 2023 sind wir problemlos im Guest House Neho in Cres angekommen. Die Route dorthin war wunderschön und nachdem wir alle Autos, die mit uns auf der Fähre waren, an uns passieren lassen, wurde es sehr ruhig. Die meiste Zeit ging es bergauf, erst 8 Kilometer vor dem Ort Cres mussten wir nicht mehr kräftig in die Pedale treten.
Das Guest House selbst ist äusserst charmant. Unser Badezimmer ist brandneu und hochmodern ausgestattet. Die Zimmer sind hell und bieten alles, was man braucht. Der Frühstück ist sehr gut. Einzig bezahlen mit der Karte ist nicht möglich.
14. – 16. Juni 2023, Pula – Fažana 10km, Wetter: sonnig 26°C.
Brijuni ist eine kleine Inselgruppe in der kroatischen Adria. Sie liegt vor der Küste der historischen Region Istrien 12 km vom Zentrum der Küstenstadt Pula entfernt und gehört zur Ortschaft Fažana.
Die Inselgruppe besteht aus 14 einzelnen Inseln und steht insgesamt unter Naturschutz. Die Gesamtfläche des Parks, der im Jahre 1983 gegründet wurde, beträgt inklusive der umgebenden Wasserflächen 33,9 km². Nur die grösste Insel, Veliki Brijun, kann besucht werden, allerdings nur entweder als Besucher auf einer geführten Ausflugstour oder als Hotelgast. Das altösterreichische Fort auf Brioni Minore (Mali Brijun) war schon in den vergangenen Jahren im Sommer Kulisse für Theateraufführungen und konnte zu diesen Anlässen besichtigt werden.
Von 1947 an hatte der jugoslawische Staats- und Parteichef Tito hier eine seiner bevorzugten Residenzen, die gesamte Inselgruppe war damit für die gewöhnliche Bevölkerung verboten. Tito empfing auf Brijuni gern und häufig Staatsgäste und zahlreiche Hollywoodstars. 1956 unterzeichnete der damalige Präsident Tito auch das Abkommen zur Gründung der Blockfreien Staaten zusammen mit den Präsidenten Nehru und Nasser auf der Insel, welches dadurch als Brioni-Deklaration bezeichnet wird. Nach Titos Tod 1980 wurden die Inseln zum Nationalpark. Die Insel Veli Brijun wird weiterhin von der kroatischen Regierung für Staatsempfänge und als Sommerresidenz des kroatischen Präsidenten genutzt.
Wir bleiben im Hotel Istra 2 Nächte. Die Überfahrt für uns, Hotelgäste ist gratis, um die Fahrräder auf die Insel mitzunehmen, kostet € 80 pro Rad!!! Danach noch € 15 um diese in der Garage abzustellen. Somit haben wir die Fahrräder auf dem Festland in der Garage eingestellt.
Sommer Kino
Die Insel ist schön und sehr ruhig. Das Wasser ist wunderschön und sehr klar. Uns gefällt es hier!
Donnerstag, 15. Juni 2023, 26°C
Heute erkundigen wie die Insel zu Fuss. Zuerst am Golfplatz vorbei
Golfplatz
Dann zum Safari.
Auch Dinosaurier Spuren wurden hier entdeckt.
Ein wunderschöner Aussichtsturm aus dem Jahre 1911 diente uns zum ausruhen und „verlüften“
Wir hatten ein ruhiger Schlaf trotz des nächtlichen Regens. Das sanfte Rauschen an den Fenstern verlieht der Nacht eine ganz besondere Atmosphäre.
Als ich aus dem Fenster blickte, sah ich, dass der Regen sich noch nicht verzogen hatte. Doch das hinderte uns nicht daran, das Beste aus dem Tag zu machen. Wir machten uns auf den Weg zu einem gemütlichen Café. Der Duft von frischem Kaffee und Gebäck füllten die Luft. Wir bestellten uns Cappuccino und eine Auswahl an italienischen Köstlichkeiten und genoss das Frühstück in vollen Zügen.
Venedig in seiner Schönheit
Die engen Gassen und Kanäle hatten nun eine ganz eigene Atmosphäre. Der Regen spiegelte die prächtigen Gebäude und bunten Fassaden wider und verlieh der Stadt eine mysteriöse und romantische Stimmung. Die Touristenströme waren geringer als üblich, was uns die Möglichkeit gab, die Schönheit von Venedig in Ruhe zu bestaunen. Wir liessen uns treiben, erkundete verwinkelte Gassen und entdeckte versteckte Plätze.
Natürlich dürften die Sehenswürdigkeiten wie Rialto Brücke und Markus Platz nicht fehlen. Dort tummelten sich viele Touristen. Ansonsten hatten wir es gut im Griff ihnen aus dem Weg zu gehen 😄.
Der schönste Blick auf Canale Grande ist für uns von der Academica Brücke. Die ganze Gegend dort ist sehr schön.
Blick von Academica BrückeBlick auf Canale Grande von der Academica Brücke Viel los
Überfahrt nach Kroatien
17:00 – 20:45 mit Venezia Lines fahren wir nach Pula. Wir haben VIP Plätze d.h. im oberen Bereich in gemütlichen Sitzgruppen. Unterwegs haben uns sogar paar Delfine begrüsst.
08:33 – 14:45 die Zugfahrt im Stadler Rail Zug ist eine Vergnügung obwohl der Zug voll war. Ab Chiasso ist Sitzplatz Reservierung obligatorisch.
Für die Fahrräder haben wir tolle Plätze erhalten. Sogar mit Lademöglichkeit!
Venedig
Wir übernachten im Hotel Palazzo Martinelli Dolfin. Es ist ein smart Hotel ohne Rezeption. Check-in habe ich über WahtsApp schon erledigt. Zugangscodes für die Eingangstüre und Zimmer habe ich auch via WahatsApp erhalten. Alles funktioniert einwandfrei. Sehr ruhig und modern.
Da Venedig Fahrrad frei ist, haben wir in Bici Park eine Box für unsere Räder reserviert.
Unsere sind gut versorgt ☺️
Eigentlich soll pro Box ein Velo rein aber wir könnten keine weitere buchen. Deswegen sind jetzt beide drin.
Venedig hat uns mit fantastischem Wetter empfangen! 26°C und blauer Himmel.
Zum Nachtessen gingen wir in die Hostaria Venexiana. Die Tische sind direkt am Kanal Rio Nuovo aufgestellt. So nahe am Wasser werden wir wahrscheinlich nicht bald wieder essen können.
Das essen war gut. Weine aus der Gegend 👌🏻Bedienung sehr aufmerksam und englisch sprechend. Wir haben es genossen.
Hinter uns haben wir 14’000 gefahrene Kilometer. Start war am 28.11.2019 in Punta Arenas, Chile. Camper Abgabe ist in Santiago de Chile am 13. Feb. 2020. Wir haben uns zwischen Chile und Argentinien bewegt. Im südlichen teil, Patagonien, waren wir fast immer an der Grenze zwischen den beiden Ländern. Argentinien haben wir bis zu der bolivianische Grenze gesehen. Chile bis zu der peruanischen Grenze. Uns ist nie etwas passiert. Wir wurden nicht krank. Keine Bussen (einmal angehalten, Pass gesehen, ah Federer 👌🏻, weiterfahren 🤩). Keine Pannen. War eine sehr gute Reise mit vielen Highlights!
Hier paar Bilder von Unterwegs.
GrenzübergangHagel und Schnee„Endlose“ StrassenHeilige drei Könige haben von uns Fotos gemacht
Unterschied zwischen den beiden Ländern
Chile ist ähnlich wie die Schweiz: alles ist geordnet, sauber, korrekt, pünktlich, verlässlich aber veradministriert. Für alles braucht es länger und mehr Papier aber dafür stimmt es am Schluss. Leute sind höflich aber distanziert. Fast kein Englisch. Nicht mal in der Hauptstadt. An der Küste ist die englische Sprache etwas verbreiteter. Junge Leute versuchen selber zu lernen. Wir hatten paar gute Begegnungen mit jungen Chilenen. Sie klagen schlechtes Schulsystem und die Bemühungen vom Staat eigene Leute dumm zu behalten um sie besser ausnützen zu können. Deswegen gehen sie auf die Strasse und demonstrieren. Sie nennen es Revolution. Nebenbei erwähnt: in Chile ist alles privatisiert. Wasser auch! Das Land hat unzählige und seltene Bodenschätze. Die Minen sind in Japanischen und Chinesischen Händen.
Leute sind sehr verarmt. Ältere verkaufen jeden „Saich“ am Strassenrand, um überleben zu können.
Sehr viele Obdachlose!
Auf den Campingplätzen vermehrt kaltes Wasser.
Fisch und Meeresfrüchte Küche ist sehr gut.
Sehr gutes Internet, 3G&4G, gute Abdeckung
Gute Infrastruktur: Stromversorgung, Sportplätze auch in kleinen, abgelegenen Dörfer sind top!
Kreditkarte ist normal
Sehr gut ausgestattete Supermärkte.
Tolle Strassen (auch dank vielen Minen)
Allgemein eher teuer (für Nachtessen bezahlen wir um die 100 chf!)
Pisco Sour (Traubenbrand Cocktail) ist sehr fein 👌🏻🥂
Argentinien ist chaotisch, arm, ungenau, nicht gerade sauber, viel Polizeikontrollen. Die Leute sind freundlich, effizient und hilfsbereit. Lebemänner und Frauen. In den touristischen Orten ist Englisch „normal“.
Sehr arme Leute
In vielen Dörfern hat es keinen Strom und fliessendes Wasser
Strassen sind grossen teils Schotter Pisten
Überall Staub
In den Banken kann man kaum mehr als 50 chf abheben und noch zu horenden Gebühren
Bargeld ist gefragt. Kreditkarte ist nicht beliebt.
Das Essen ist sehr langweilig: Fleisch und Brot
Campingplätze sind meistens in sehr schlechtem Zustand
Internet, 3G, Unterwegs keine gute Abdeckung.
Habe ich vor paar Wochen geschrieben: „Uns gefällt bis jetzt Chile besser. Bin gespannt ob ich die Zeilen sehr verändern werde nach dem wir auch die Wüste Chiles gesehen haben.“
Norden Chiles ist sehr langweilig. Argentiniens Norden ist viel abwechslungsreicher und hat mehr Sehenswürdigkeiten. Patagonien, Süden, ist in beiden Ländern schön und sehenswert. In Chile halt kalt und nass. Infrastruktur ist in Chile viel besser. Somit ist es wichtig auf welche Waage die Vergleiche gestellt werden. So pauschal können wir nur sagen: gut das wir es gesehen haben, aber es ist nicht unser Kontinent.
Montag-Mittwoch, 10.-12. Feb. 2020. Reisetag 97-99 von 101.
Viña del Mar und Valparaiso sind verbunden. Die Gränze zwischen den beiden Städten ist nicht ersichtlich. Sie beherbergen ca. 1 Mio Menschen. Unser Hotel ist in Viña del Mar.
Valparaiso (deutsch Paradiestal) liegt an einer nach Norden offenen Bucht des Pazifischen Ozeans. Hat 300’000 Einwohner. Heimatstadt von Augusto Pinochet. Der Hafen ist einer der bedeutendsten des Landes. Der Charakter der Stadt gilt als weltberühmt und ist Inhalt zahlreicher literarischer, musikalischer und künstlerischer Interpretationen. Die Stadt gilt als kulturelle Hauptstadt Chiles. Im Juli 2003 wurde der historische Stadtkern mit seiner Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. (Wikipedia)
Metro
Modern
und sauber
Ich verstehe den hip um Valparaiso nicht. Es sind sehr veraltete, früher mal vielleicht schöne, zum teil bunt angemalte Häuser. Sehr steile Strassen. Trottoirs volle mit Hundekot! Dementsprechend riecht es auch 🥴. Kaum zu glauben aber man kann Hundekot 💩 aus Plastik als Suvenir kaufen! Es ist definitiv nicht meine Stadt.
Viña del Mar liegt in der Agglomeration Valparaíso und ist mit 334’248 Einwohnern viertgrösste Stadt des Landes (Stand: 2017). Die an einer Bucht des Pazifiks gelegene Stadt gilt als mondäner Urlaubsort. Das Ambiente der Stadt mit seinen Palmen und Sandstränden zieht zahlreiche Besucher an. Einige Parkanlagen sorgen neben Diskotheken oder Kneipen sowie dem örtlichen Casino für Erholungsmöglichkeiten in dem von der Fremdenverkehrswerbung als „Gartenstadt“ (Ciudad Jardín) bezeichneten Ort. Viña lebt vor allem vom Tourismus und den damit verbundenen Dienstleistungen.
Obwohl die zwei Städte miteinander verbunden sind, Viña del Mar ist eine andere Welt. Viele Palmen, Blumen, Wiesen, schöne Häuser, saubere Strassen, nette Restaurants und Cafes. Am Abend flanieren viele Leute Meer entlang. Grossen Glück haben wir mit unserem Hotel. Er ist wie auf einer kleinen Halbinsel gebaut. Wenn man drin ist existiert die Welt draussen nicht mehr. Die letzten Tage unserer Reise haben wir richtig genossen!
Wie wir uns gefreut haben endlich wieder Bäume, Wiesen und grün zu sehen und zu richen! 3 Wochen Wüste und Sand. Was für eine Erholung für das Auge und die Sinne. Im breiterem Teil des Tals haben wir die Ortschaft Vicuña angesteuert. Auf einem Campingplatz Auto abgestellt und die Stadt unsicher gemacht.
Vicuña ist ein Hauptzentrum der Produktion des chilenischen Nationalgetränks Pisco. Aufgrund der meist sehr klaren Tage und Nächte befinden sich bei Vicuña mehrere astronomische Observatorien. Somit konnten wir am zweiten Abend auch Sterne und den Mond beobachten. War ein schöner Aufenthalt im grünen.
Das Reserva Nacional Pingüino de Humboldt ist ein chilenisches Schutzgebiet. Das Schutzgebiet umfasst das Meer vor dem Fischerdorf Punta Choros und zwei Inseln. Die Isla Choros mit ihrer Steilküste – nicht für Besucher zugänglich und die kleinere – die Isla Damas – kann im Rahmen von Bootstouren besucht und erwandert werden. Auf der Isla Choros leben auch die Humboldt Pinguine.
Direkt am Meer auf einem Campingplatz konnten wir einen guten Platz mitten im Sand (sind immer noch in der Wüste) ergattern. Der Campingplatz war einer der saubersten und besten den wir bis jetzt hatten. Wir haben uns entschieden hier zwei Nächte zu bleiben. Am ersten Tag konnten wir die Bootstour zu den Inseln nicht machen da aussteigen auf der Isla Damas wegen zu unruhigem Wasser nicht möglich war. Somit gingen wir die Küste entlang laufen. Die Küste besteht aus schwarzen Felsen und weissen Sand. Paar grossen Dünnen die bis ans Wasser kommen, bilden wunderschöne weisse Strände. Muscheln und Krebse hat es im Überfluss.
Am nächsten Tag früher am Morgen standen wir vor der Billeteria und hatten die Boots Tickets. Die Tour dauerte 3 Stunden. Zuerst fuhren wir zu den Humboldt Pinguinen und vielen anderen Vögeln (haben nicht verstanden welche es gibt da Infos nur in Spanisch). Auf der Isla Damas konnten wir eine Stunde herumlaufen und kleine Möwen bei ersten Schritten beobachten. Bei blauem Himmel und strahlender Sonne haben wir unseren Ausflug genossen. Um 13 Uhr gings weiter ins Pisco Tal.
Dienstag, 4. Feb. 2020. Reisetag 91 von 101 (nicht mehr viel übrig).
Die Fahrt von Salar Pedernales bis Laguna Santa Rosa ging über die gleiche Evene nur ca. 400m höher auf 3’800müM. Entlang an wunderschönen, unendlichen Weiten, bunten Bergen und dem höchsten Berg Chiles. Da es nicht weit weg von einander entfernt ist, waren wir schon um 14:30 dort. Der Wind hat uns wieder sehr stürmisch begrüsst. Wieder passendes Plätzchen gefunden. Hier sind wir nicht allein. Es ist ein Refugio mit Zimmern und somit kamen einige Gäste. Nach einem kurzen Spaziergang zu den Flamingos haben wir uns im Camper „verbarikadiert“ weil der Wind sehr stark und auch kühl war. Zum Nachtessen gab es Risotto mit Gemüse 👌🏻 Am nächsten Morgen hatten wir 0 Grad im Camper. Die Fenster waren gefroren 😲 Da wir so tiefe Temperatur erwartet haben waren wir mit zusätzliche Decke gut gerüstet. Heizung und Warmwasser Aufbereitung funktionierte tadellos. Mit einem warmen Schinken Käse Tost stärken wir uns für die Weiterfahrt wieder ans Meer.
Da Chile sehr schmal ist haben wir in knapp 200km 3’400 Höhenmeter gemacht um auf eine fantastische Ebene zu kommen. Auf dem Weg dahin fuhren wir an wunderschönen farbigen Bergen und einer gigantischen Kupfermine. Oben angekommen am grossen Salar, wunderschöne Lagunen, viele Flamingos und das alles umrundet von schönen Vulkanen. Weit und breit kein Mensch und keine Infrastruktur. Der Wind war wieder mal stark. Zum Glück kennen wir es langsam wie wir den Camper positionieren sollen um nicht die ganze Zeit geschaukelt zu werden. Nach einem Salarspaziergang haben wir Pasta mit Bolognese gemacht. War sehr fein 👌 Am Morgen hatten wir Temperatur von 5 Grad! Die Heizung funktionierte sehr gut 😅
Paranal ist die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO). Sie ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Liegt auf 2’600müM. Die 4 Teleskopen gehören zu den grössten der Welt. Am 23. Dezember haben wir einen Schweizer Astronomen kennengelernt der sich für 2 Jahren in Paranal verpflichtet hat. So haben wir von der Sternewarte gehört und wollten sie besichtigen. Es sind auch unsere Steuergelder die hier einfliessen 😉
Wieso baut Europa Sternwarten in Chile? Weil die Atacama Wüste die trockenste Wüste der Welt ist und die Wolken aus der Meeresrichtung nicht über 1’000müM steigen. Keine Niederschläge und somit fast keine Partikel in der Luft. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 7%! Unter solchen Bedingungen liegen einem die Himmelskörper fast auf der Hand. Die 4 grossen Teleskope, 8.2m, können miteinander verbunden werden und die 4 kleinere, 1.2m, ebenfalls. Auf dem Berg fast gegenüber bauen sie einen mit 40m Durchmesser. Soll 2024 fertiggestellt werden.
Gross und klein nebeneinanderSpiegel 8.2m Durchmesser
Neben dem Observatorium befindet sich auch das ESO Hotel. Im Jahr 2008 diente das Hotel als Kulisse für einige Szenen des Films James Bond 007: Ein Quantum Trost.
Die Führung ist nur Samstags, 10 und 14 Uhr. Deswegen müssten wir einen Übernachtungs Stop am Freitag auf den Samstag in Antofagasta machen. Antofagasta ist eine 500’000 Einwohner Industrie Stadt! Somit nichts schönes. Wir hatten einen alten aber netten Hotel direkt am Meer mit einem abgeschlossenen Parkplatz sehr zentral gelegen.
Das niedrigere Gebäude rechts war unser Hotel
Nach der Paranal Besichtigung haben wir in der Nähe auf einer Kiesgrube weit über der Strasse wild übernachtet. Die Sicht über die Wüste war spektakulär.
Am Sonntag, sind wir 250km südlich von Paranal zum Nationalpark Pan de Azúcar gefahren. Auf einem wunderschönen Strand, auf dem Campingplatz, uns eingerichtet und die Sonne und das Meer genossen.
Jetzt, Montag geht’s für 2-3 Tage in die Berge (3’000-4’000müM). Die warme Kleider sind griffbereit.
Donnerstag, 30. Jan. 2020. Reisetag 86 von 101. 27°C, bis 50müM.
Iquique [iˈkike] ist eine Hafenstadt im Norden von Chile, hat 190’000 Einwohner, wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ab 1556 wurden grosse Silber-Verkommen in der Mine in der Nähe ausgebeutet. Nach dem Ende der Kolonialzeit gehörte Iquique zunächst zu Peru. Im Jahr 1835 reiste Charles Darwin nach Iquique und beschrieb es als trostloses, heruntergekommenes Dorf, das selbst Wasser aus der Ferne einführen muss. Das einst ärmliche Fischerdorf entwickelte sich allmählich zu einer ansehnlichen Stadt und einem bedeutenden Seehafen. Ein Grund dafür war der aufkommende Salpeter-Handel. Der einst neben Antofagasta wichtigste Salpeterhafen Chiles hat an Bedeutung verloren, die Stadt ist nun Industriezentrum mit fisch- und erdölverarbeitenden Betrieben.
Die Anfahrt ist über eine 400m hohe Dünne. Der erste Eindruck war: gross und industriell. Die Fussgängerzone (eine lange Strasse) ist nicht schlecht. Sie versuchen immer mehr die alten Kolonialbauten zu renovieren. Die wenigen fertiggestellten sehen auch sehr schön aus.
Mit dem Ortsbus in die Stadt
Ehemaliges Casino jetzt Restaurant
Auch viele Kroaten leben hier
‚Casino‘ im inneren
schöne Fasade
und nur Fasade
Die Demonstrationen haben auch Iquique nicht verschont. Deswegen sind alle Banken verbarikadiert wie in den anderen chilenischen Städten auch.
Hier haben wir 2 Nächte im NH Hotel verbracht. Das Hotel ist 4km vom Zentrum entfernt. Somit fuhren wir mit dem Bus in die Stadt. Ticket kostet 500 Pesos pro Person (60 Rappen).
Blick aus dem Zimmer am Tag
und am Abend
Sind auch im besten Restaurant von Iquique Essen gegangen. War eins unseren besten Essen in Chile.
Cebiche warm
Pisco maker
Pisco
Pisco: Pisco Sour ist ein Cocktail aus der Sour-Familie. Die Basisspirituose ist Pisco, ein Traubenschnaps (Grappa), benannt nach der Stadt Pisco in Peru. Pisco Sour wird mit drei Teilen Pisco, je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup und Eiklar mit Eis gemixt und ins Glas abgeseiht. Ist sehr süfig und wir haben es gerne.
Am 28.11.2019 haben wir unseren Dodge RAM 2500 50km nach Punta Arenas übernommen. Es war kühl und windig. Die Übernahme ging fast 2 Stunden. In den Räumlichkeiten von Holiday Rent war es sehr kühl. Wir wärmten uns am heissen Tee.
Strassen Ende auf dem chilenischen FestlandErster Wildcamping Platz
Zuerst fuhren wir ans Ende der Strasse auf dem chilenischen Festland. Es wurde noch kühler. Somit konnten wir überprüfen ob die Heizung geht. Sie funktioniert einwandfrei 😅 Parkiert haben wir am Strand zwischen den Bäumen. Windschutz muss sein. Hier sind die Winde sehr stark! Da wir vorher für die eine Nacht eingekauft haben, habe ich das Nachtessen zubereitet: Pasta mit Tomatensauce. Dazu heissen Tee. So direkt nach dem Luxus Schiff war es eine sehr harte Veränderung. Da flossen sogar paar Tränchen. Die Nacht war sehr kalt und wir heizten die ganze Nacht. Haben später nie wieder gemacht da es nicht nötig war. Unsere Decke und die Wollendecke geben uns sehr warm. Am Morgen heizen wir auf um gemütlich frühstücken zu können.
Erster Frühstück
Nach paar Wochen im Camper müssen wir sagen, dass wir die Luxus Variante des Reisens haben. Mit dem Auto kommen wir überall durch und schlafen können wir wo wir wollen. Mehr Freiheit geht fast nicht. Das 2x2m grosse Bett ist fantastisch. Dusche ist sehr warm und, natürlich, sauber! Kühlschrank zu genüge gross. Uns fehlt es an nichts und wir reisen sehr gerne so.
SchlafzimmerEss/WohnzimmerKücheBad und WC
Ihr fragt euch evtl. ob wir Angst haben wild zu campen? Im Süden hat es fast keine Menschen somit kann auch nichts passieren. Wilde Raubtiere gibt es auch nicht (allgemein sehen wir wenig Tiere ausser Vögel). Dafür Vögel in allen Varianten: solche die kaum fliegen können bis hervorragende Flugkünstler. Hin und da sehen wir Kühe, Pferde, Hunde.
Essen
In gut bestückten Supermärkten kaufen wir für Frühstück und Abendessen ein. Für Frühstück haben wir immer löslichen Kaffee, Butter, Tost und Marmelade. Ab und zu Eier, Schinken, Speck und Käse. Das Abendessen basiert auf Teigwaren, Reis, Couscous. Dazu kommen Gemüse, Fleisch, Tomaten, gefrorene Meeresfrüchte … Ab und zu gibt es auch eine Flasche Wein oder Bier. Wenn wir in Ortschaften sind dann essen wir auswärts.
Unser erster offizieller Campingplatz
Die Campingplätze finden wir mit der Hilfe der iOverlander App.
Bei der Abgabe vom ersten Camper am 26. Dezember 2019 haben wir 5’373 km in 29 Tagen gemacht. Wir haben 15 Tage in Chile und 13 Tage in Argentinien verbracht. Davon sind wir 3 Nächte in einem Hotel gewesen während unsere Wäsche und Bettwäsche gewaschen wurde.
Der 2. Camper
Es ist ein Nissan NP300 4×4 single cap. 26.12.2019-13.02.2020 (50 Tage). H: 3.10m B: 2.10m L: 5.50m. Ist spritziger, wendiger und verbraucht weniger Diesel 👌🏻. Wir sind sehr zufrieden bis auf den Gas Kühlschrank. Er verbrauchte sehr viel Gas dabei kühlt er nicht mal genügend. Die Tanks (Wasser und Abwasser) dürfen auch etwas grösser sein.
Wir fuhren 8’627 km in 50 Tagen. 24 Tage in Chile und 27 Tage in Argentinien. 28 Nächte haben wir im Camper übernachten und 22 Nächte in diversen Hotels. In den Städten fühlten wir uns in Hotels wohler als im Camper.