Grenzlos im Sattel

Mit dem Velo durch Frankreich und den Jura nach Aarau

13. Juni 2026, Tag 1, sonnig 27°C, 40km

Der smarte Start und die Fahrt nach Mulhouse
Das Velo ist bepackt, die Kette geölt – unsere nächste Velotour steht an! Dieses Mal zieht es uns Richtung Westen, mitten hinein in die wunderschönen Veloregionen unserer französischen Nachbarn.


Effizienter Auftakt mit dem Zug
Man muss sich die Kräfte richtig einteilen: Das erste Teilstück von Zürich Oerlikon bis nach Basel haben wir ganz entspannt mit der Bahn überbrückt. So haben wir die Kilometer auf den Schweizer Hauptverkehrsachsen übersprungen und konnten frisch und voller Energie in Basel aus dem Bahnhof rollen. Das Abenteuer beginnt schliesslich dort, wo die Landschaft neu wird!

Aperitif in Basel

Grenzüberschreitung im Sattel
Ab Basel hiess es dann: Ab in den Sattel und Visier Richtung Frankreich. Kaum hat man die Grenze hinter sich gelassen, schaltet der Kopf auf Urlaubsmodus um. Die Route führte uns durch das idyllische Elsass, vorbei an alten Schleusen und gemütlichen Abschnitten des Rhein-Rhône-Kanals, immer mit Kurs auf unser erstes Etappenziel Mulhouse. Die Strecke ist flach, wunderbar zu fahren und perfekt, um in den gewohnten Tritt zu kommen.

Ankommen im Herzen von Mulhouse
Nach den ersten Kilometern im Sattel haben wir unser heutiges Quartier bezogen: das Hotel Mercure Mulhouse Centre. Die Lage ist ein Volltreffer – direkt gegenüber vom Bahnhof und nur einen kurzen Spaziergang von der historischen Altstadt entfernt. Nachdem die Velos sicher verstaut und wir frisch geduscht waren, ging es direkt los, um das Zentrum zu erkunden. Mulhouse überrascht mit einer spannenden Mischung aus reicher Industriegeschichte, bunter Street-Art und dem charmanten Place de la Réunion mit seinen farbenfrohen Fassaden. Ein gelungener Auftakt!

Interessant war die schweizer Wahrzeichen zu sehen. Der Grund dafür ist simpel: die Verbindung zwischen Mülhausen (französisch Mulhouse), der Schweiz und Wilhelm Tell ist ein faszinierendes Stück Geschichte, das man heute sogar noch ganz konkret im Stadtbild von Mülhausen sehen kann. Die drei hängen über zwei grosse Themen zusammen: eine jahrhundertelange Allianz und ein Denkmal mitten in der Stadt.

Im Jahr 1515 schloss die freie Reichsstadt Mülhausen ein Bündnis mit den 13 Kantonen der Alten Eidgenossenschaft. Die Trennung (1798): Erst während der Französischen Revolution, im Jahr 1798, wurde Mülhausen von französischen Truppen umschlossen und stimmte schliesslich – wirtschaftlich isoliert – dem Anschluss an Frankreich zu. Bis dahin verstand sich die Mülhauser Bevölkerung als Schweizer. Weil sich Mülhausen als Teil der Eidgenossenschaft sah und die gleichen republikanischen Werte (Freiheit, Unabhängigkeit, Widerstand gegen Fürsten) teilte, war Wilhelm Tell auch für die Mülhauser ein grosser Nationalheld.


14. Juni 2026, Tag 2, sonnig 26°C, 55km

Entlang des Kanals ins geschichtsträchtige Montbéliard