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Chile: Salar de Pedernales

Montag, 3. Feb. 2020. Reisetag 90 von 101.

Da Chile sehr schmal ist haben wir in knapp 200km 3’400 Höhenmeter gemacht um auf eine fantastische Ebene zu kommen. Auf dem Weg dahin fuhren wir an wunderschönen farbigen Bergen und einer gigantischen Kupfermine. Oben angekommen am grossen Salar, wunderschöne Lagunen, viele Flamingos und das alles umrundet von schönen Vulkanen. Weit und breit kein Mensch und keine Infrastruktur. Der Wind war wieder mal stark. Zum Glück kennen wir es langsam wie wir den Camper positionieren sollen um nicht die ganze Zeit geschaukelt zu werden. Nach einem Salarspaziergang haben wir Pasta mit Bolognese gemacht. War sehr fein 👌 Am Morgen hatten wir Temperatur von 5 Grad! Die Heizung funktionierte sehr gut 😅

Chile: Paranal

Samstag, 1. Feb. 2020. Reisetag 88 von 101.

Paranal ist die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO). Sie ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Liegt auf 2’600müM. Die 4 Teleskopen gehören zu den grössten der Welt. Am 23. Dezember haben wir einen Schweizer Astronomen kennengelernt der sich für 2 Jahren in Paranal verpflichtet hat. So haben wir von der Sternewarte gehört und wollten sie besichtigen. Es sind auch unsere Steuergelder die hier einfliessen 😉

Wieso baut Europa Sternwarten in Chile? Weil die Atacama Wüste die trockenste Wüste der Welt ist und die Wolken aus der Meeresrichtung nicht über 1’000müM steigen. Keine Niederschläge und somit fast keine Partikel in der Luft. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 7%! Unter solchen Bedingungen liegen einem die Himmelskörper fast auf der Hand. Die 4 grossen Teleskope, 8.2m, können miteinander verbunden werden und die 4 kleinere, 1.2m, ebenfalls. Auf dem Berg fast gegenüber bauen sie einen mit 40m Durchmesser. Soll 2024 fertiggestellt werden.

Neben dem Observatorium befindet sich auch das ESO Hotel. Im Jahr 2008 diente das Hotel als Kulisse für einige Szenen des Films James Bond 007: Ein Quantum Trost.

Die Führung ist nur Samstags, 10 und 14 Uhr. Deswegen müssten wir einen Übernachtungs Stop am Freitag auf den Samstag in Antofagasta machen. Antofagasta ist eine 500’000 Einwohner Industrie Stadt! Somit nichts schönes. Wir hatten einen alten aber netten Hotel direkt am Meer mit einem abgeschlossenen Parkplatz sehr zentral gelegen.

Nach der Paranal Besichtigung haben wir in der Nähe auf einer Kiesgrube weit über der Strasse wild übernachtet. Die Sicht über die Wüste war spektakulär.

Am Sonntag, sind wir 250km südlich von Paranal zum Nationalpark Pan de Azúcar gefahren. Auf einem wunderschönen Strand, auf dem Campingplatz, uns eingerichtet und die Sonne und das Meer genossen.

Jetzt, Montag geht’s für 2-3 Tage in die Berge (3’000-4’000müM). Die warme Kleider sind griffbereit.

Chile: Atacama Wüste

Samstag, 26. Jan. 2020. Reisetag 81. Gestern, am Freitag, haben wir die Atacama Wüste erreicht.

Die Atacama-Wüste (auch kurz nur Atacama genannt) erstreckt sich entlang der Pazifikküste Südamerikas zwischen dem 18. und 27. Breitengrad Süd, über eine Distanz von rund 1’200 Kilometern. Von West nach Ost werden drei Längszonen unterschieden: Die Cordillera de la Costa, das Zwischental und das Andenmassiv. Die Atacama ist eine Küstenwüste und die trockenste Wüste der Erde ausserhalb der Polargebiete. Sagt Wikipedia.

Wir sind zuerst in die Hauptortschaft San Pedro de Atacama auf 2’408müM gefahren. Wir brauchten Gas. Beide Gasflaschen waren leer. Die letzte wurde gerade beim kochen am Abend zuvor leer. Zum Glück waren wir bei einem Infopoint wo ein junges andines Paar lebt und konnten bei denen unser Risotto fertig kochen.

Von San Pedro de Atacama habe ich kein einziges Foto gemacht. Wir waren buchstäblich geschockt wie häslich die Ortschaft ist! Kleine Lehmhäuser, die Hauptstrasse ist nicht geteert und volle Löcher, überfüllt mit Touristen. Wir kauften Gas und paar Lebensmittel und gingen auf einen Campingplatz abseits der „Stadt“.

Am morgen haben wir die Lagune und Valle de la Luna besucht. Danach fuhren wir weiter nach Calama.