Der Park Conguillio ist auch unter dem Namen Los Paraguas (Die Regenschirme, in Anspielung auf die Form der zahlreichen grossen Araukarien) bekannt. In der Sprache der Mapuche-Indianer bedeutet Conguillio so viel wie Wasser mit Pinienkernen. Höchster Punkt ist der aktive Vulkan Llaima mit zurzeit etwa 3.145 Metern, der zuletzt im Januar 2008 ausbrach. Bei diesem Ausbruch wuchs er von seiner vorherigen Höhe von 3125 Metern, die auf Karten erscheint, zur jetzigen Höhe. Es gibt mehrere Gebirgsseen, von denen der Lago Conguillío und die Laguna Verde die grössten sind. Prägend für Landschaft des Parks sind die teilweise dichten Bestände an Araukarien und Südbuchen.
Der Rucachoroi See befindet sich im Nationalpark Lanín und ist von Araukarienwäldern umgeben. Es ist ein kleiner und wunderschöner See, der relativ weit von den Touristenattraktionen der Region entfernt ist. Die schmale Strasse mit sehr steilen Hängen verhindert den massiven Zustrom von Tourismus. In dem Tal gibt es mehrere Mapuche (Ureinwohner) Gemeinden.
Wir haben am Strand wild gecampt. Weiter weg hat eine argentinische Familie mit 5 Kindern zwei Zelte aufgeschlagen. Somit waren wir die einzigen Camper am See.
Nationalpark Lanin hat den Namen nach dem Vulkan Lanin bekommen. Am Lago Huechulafquen haben wir auf dem Campingplatz Bahia Cañicul zwei Nächte verbracht. Der Campingplatz ist sehr gross und hat wunderschöne Abstellplätze. Der Rest, Duschen/WC, sind eine Katastrophe. Somit brauchten wir unsere Infrastruktur im Camper die viel besser ist als die meisten Campingplätze es anbieten.
Unser Ziel war den Cerro del Chivio zu erklimmen. 1’200 Höhenmeter, 7 Stunden. Der Wanderweg ging einfach gerade rauf! Die ersten 700 Höhenmeter haben wir in 2 Stunden hinter uns gebracht. Dann stand ich vor einem 2 Meter Felsen bei dem es tief in den Abgrund ging. Ich fühlte mich nicht wohl dabei und Stefan meinte dass ich es zurück nicht schaffen würde. Zähne knirschend haben wir die Tour abgebrochen und sind zu unserem Camper zurück gekehrt.
Das Wetter war fantastisch: blauer Himmel und kaum Wind. Am späteren Nachmittag hat der Wind zugenommen und viele Schleierwolken haben die Sonne verdeckt. Das Apero konnten wir noch draussen nehmen aber für das Nachtessen wurde es uns zu windig und zu kühl. Die Nacht war auch sehr kühl, 7°C. Nach einem wunderbaren Lachs-Frühstück und aufgeheizten Kabine fuhren wir weiter nach Norden.
Die Marmorhöhlen gehören zu einem der aussergewöhnlichsten Naturwunder dieser Erde. Über mehr als 6.000 Jahre hinweg haben die wilden Strömungen des Sees Lago General ein Meisterwerk aus Stein, Farbe und Licht geschaffen. Die Tour dauerte 2.5 Stunden und war sehr schön.
Drei Nächte haben wir mit wild campen im Nationalpark verbracht. Es war sehr windig. Vor allem die letzte Nacht. Zum Glück hatten wir Schutz von Bäumen. Während den 3 Tage haben wir fast keine Menschen gesehen. Am ersten Tag waren auf einem Aussichtsberg wandern. Auf dem Gipfel hatten wir sehr starken Wind. Am zweiten Tag sind wir um die Halbinsel gelaufen. Der See hat eine fantastische Farbe so dass wir uns nicht satt sehen könnten. Der Abstecher von 100km ein Weg hat sich sehr gelohnt.
Konnten uns nicht satt der Seefarbe sehenEs hat 4 Holzhütten die man gratis benutzen kannLagune, voll mit Flamingos und SchwänenKomischer Pilz auf dem WanderwegWir hatten den Park für uns alleineSpezielle BlumenWeitere HütteDer Boden ist sehr sandigWunderschöne, einsame GegendUnterschiedliche Seen mit unterschiedlichen FarbenEin Guanako schaut uns beim wandern zuAuf dem Gipfel waren wirGekennzeichnet mit Puma TatzenSchwäne und Flamingos leben zusammenDer Weg zum Park, 100km auf Schotter!
Montag bis Donnerstag, 2. – 5. Dez. 2019, Reisetag 27-30
El Chaltén ist ein kleiner Ort in Patagonien im Süden von Argentinien. Es liegt nahe der chilenischen Grenze am nördlichen Rande des Nationalparks Los Glaciares. Der Ort wurde am 12. Oktober 1985 gegründet und gehört damit zu den jüngsten Ortschaften Argentiniens.
El Chaltén bietet den direktesten Zugang zu den Bergmassiven des Cerro Torre und des Fitz Roy. Wir fanden es sehr schön und es erinnert uns an die Bergdörfer in der Schweiz. Hat uns sehr gefallen.
Der Weg zum Fitz RoyEin toller BiergartenBeim schönstem WetterDas Dörfchen ist wirklich herzigDie Wanderwege sehr gut markiertTolles RestaurantUnser FrühstücksladenTolle Wanderung auf den Aussichtsberg 1’200 HöhenmeterUFO WolkeTankstelle mit Ausblick
Im Park verbrachten wir 2 Nächte. Es war ein wenig regnerisch und sehr windig. Campen dürften wir nur auf den Parkplätzen. Da es fast keine weiteren Camper hatte war es ok. Zuerst gingen wir zum Lago Grey am Füsse des Grey Gletschers. Am ersten Abend gingen wir ins Grey Hotel Essen. Es war sehr gut und nicht mal teuer.
Auf dem Weg zu Torres del PaineIm ParkGletscher und Blumen 🤔Wanderung zum AussichtsbergCampen am See
Die Falklandinseln (Malwinen) sind ein Archipel aus 200 Inseln im Südatlantik. Sie liegen vor der Ostküste Südamerikas, stellen aber ein britisches Überseeterritorium dar.
Stanly
Sonntag, 24. Nov. 2019, 19. Reisetag, 13. Tag auf dem Schiff
Die Hauptstadt Stanley liegt auf der grössten Insel Ostfalkland. Den Begriff „Stadt“ muss man auf den Falklandinseln relativ betrachten. Hier leben ca. 2´000 Menschen und 1´800 Soldaten. Weitere 194 sind über das übrige Ost-Falkland verteilt. West-Falkland beherbergt 127 Einwohner. Auf die übrigen kleineren Inseln verteilen sich insgesamt 42 Einwohner.
Nach 2 Tagen auf See haben wir uns sehr gefreut wieder ans Land gehen zu können. Dafür hatten wir sogar genug Zeit. Von 10 bis 20:30! Wir haben eine längere Wanderung zu den weissen Stränden gemacht und danach haben wir die „Stadt“ angeschaut. Das Städtchen ist klein und nichts besonderes.
very british
Torf ist bereit
Falkland Gans
ist noch nicht alles von Minen befreit
weisse Strände
Frühling
eine der Hauptstrassen
gutes lokales Bier
Carcass Island
Montag, 25. Nov. 2019, 20. Reisetag, 14. Tag auf dem Schiff
Nach einer sehr ruppiger Nacht sind wir bei Regen und Nebel bei der Insel angekommen. Eine 3 Stündige Wanderung stand uns bevor. Natürlich gingen wir ans Land trotz dem Wetter. Und nicht nur wir, alle könnten kaum erwarten wieder laufen zu können. Unterwegs haben wir Pinguine und Gänse gesehen. Belohnt wurden wir mit einem fantastischem Kuchenbufett. Auf dem Rückweg zum Schiff begleiteten uns viele Delfine.
Trotz Wind und Kälte auch Palmen wachsen hier
Wind und Regen
tolles Kuchenbufett
Die Delfine hatten viel Spass an den Booten
West Point Island
Dienstag, 26. Nov. 2019, 21. Reisetag, 15. Tag auf dem Schiff
Wieder Nebel aber zum Glück kein Regen. Der Wind hat sehr nachgelassen somit war es fast warm. Auf der gegenüber liegende Seite der Insel leben unzählige Albatgrose mit den Felsenpinguinen zusammen. Sie waren sehr eindrücklich. Auf der Insel gibt es keine Katzen und Ratten deswegen herrscht eine enorme Vielfalt an Vogelarten. Auch hier wie auf der Carcass Insel lebt eine Familie die von der Schafszucht lebt.
Neblig aber trocken
Tausende Albatrose
wieder ein Kuchenbufett
Albatrose
Felsenpinguine
Magellan Pinguine
auch Leichenteile zu finden
Geier
auf solche Mitreisende kann man verzichten: stehen mitten auf dem Weg
Baujahr 2019, Länge 140m, Breite 23.6, Anzahl Reisende 530 (500 in der Antarktis) alles weitere kann man der Homepage entnehmen.
Das Schiff ist wunderschön! Leise, modern, richt noch nach neu, elegant aber praktisch, dezente Farben, wohlfühlende Einrichtung, einfach ausgedruckt: wir fühlen uns sehr wohl hier.
Am Einschiffungstag hat uns das Alter der Mitreisenden sehr überrascht. Mehr als Hälfte ist 75+! Am meisten dickere, nicht sehr bewegliche Amerikaner. Auf der zweiten Stelle sind Engländer, dann Deutsche und Schweizer …
Schlüsselkarte und Geldbörse
wir fühlen uns wohl
Liftschacht mal anders
Es kann losgehen
Gänge zu den Kabinen
viele Sitzgelegenheiten
Shop und Reception
Lounge
Medizinzentrum
Jacuzzi
beheizter Pool
Pool Lounge
Science Center
Türe zu den Zodiacs und nach draussen
Restaurants an Bord: Hauptrestaurant – Frühstücks und Mittags Buffet, 4 Gang Dinner Fredheim – Einfacheres Restaurant eher Fastfood Lindstom – das feine Restaurant. Für uns mit +25€ Aufpreis pro Menue
Gekocht wird sehr gut und sehr frisch. Nur alkoholische und süss Getränke sind nicht inbegriffen. Die Preise dafür sind aber sehr moderat. An vielen Stationen kann man Kaffee, Tee und Gutzi jederzeit haben.
Aune, Hauptrestaurant
Fredheim, emfaches Restaurant
Lindstrom, feines Restaurant
Essen Früstücksbufett
Nachtessen Menü
Unsere Kabine 401 ist ca. 20m2 gross. Ist die erste Kabine auf dem untersten Deck auf der Backbord (linken) Seite. Standort der Kabine ist für uns sehr praktisch. Deck 4 ist auch das Einsteige/Aussteige Deck und von Deck 3 gehen wir zu den Zodiacs und dann ans Land. Somit sind unsere Wege in voller Montur (warme Kleider) sehr kurz. Ein Vorteil mehr ist, wir bekommen die Gegebenheiten der Fahrt direkt mit über! Wenn wir aus dem Fenster schauen haben wir das Gefühl mittendrin zu sein. Ich (Daniela) verbringe viel Zeit am Fenster. Im Badzimmer hat es sogar Bodenheizung! Wasserkocher mit einer Auswahl an Tee, Kaffee und Minibar (kostet extra) ist auch vorhanden.
Aktivitäten An Bord werden viele Vorträge angeboten. Zum Beispiel: Alles über Pinguine, Antarktis Geologie, Antarctica vs. Himalaya, Technische Infos über den Schiff …. Jeden Abend gibt es Informationen über das Vorhaben am nächsten Tag. Die Infos über die Veranstaltungen und Ausflüge erhalten wir über die Hurtingruten App, auf TV (die Vorträge werden live in die Kabine übertragen) und als Ausdruck.
App
Tages Info 1
Tages Info 2
Das Expeditions Team ist stets bemüht die Reise so interessant wie möglich zu gestalten.
Die Expeditionsleitung und das Team sind Experten in Sachen Sicherheit und Nachhaltigkeit. Sie gewährleisten, dass die Erkundungen in den entlegenen Gebieten richtig durchgeführt werden. Gemeinsam mit Gastdozenten und Wissenschaftlern vermitteln sie faszinierende Einblicke aus erster Hand. Sie sind für die Sicherheit bei Anlandungen zuständig und garantieren den maximalen Schutz der unberührten Orte, die wir bereisen. Vor jeder Anlandung finden Einweisungen statt, um uns auf mögliche Risiken sowie die strengen Regeln zum Schutz der heimischen Tierwelt aufmerksam zu machen. Sowohl auf dem Schiff als auch an Land werden Vorträge zu einer Vielzahl an Fachthemen gehalten.
Expeditions Team
Planung der Ausflüge
Gruppen
Warteraum
Die „Lücke“ von aussen
werden schon erwartet
die Zodiacs sind bereit
Überlebens Utensilien für 120 Leute und 24 Stunden
Donnerstag, 21. Nov. 2019, Reisetag 16, 9. Tag auf dem Schiff.
Deception Island ist eine der Südlichen Shetlandinseln. Die Insel ist der Gipfelbereich eines vom Meeresgrund etwa 1500 m hoch aufragenden aktiven Vulkans; der bislang letzte Ausbruch fand im Jahr 1970 statt.
Schon um 9 Uhr dürften wir raus. Auf der Insel hat es wenig Schnee und Eis. Man merkt, es ist ein Vulkan. Alles dunkel. Vor uns stand eine Wanderung von ca. 1,5 Stunde. Jubel! Endlich wieder mal etwas mehr als paar Schritte sich bewegen. Wir sind fast rauf gerannt! So haben wir auch warm bekommen. Es war bedeckt und kalter Wind wähte. Ist aber einiges wärmer als Gestern. Nach dem Ausflug genossen wir unseren warmen Schiff und haben sogar Wallen gesehen. Am späteren Nachmittag hat Daniela Stefans Haare geschnitten (rasiert). Jetzt darf er so hübsch wieder in das feine Restaurant unsere Antarctica Reise feiern.
Mittwoch, 20. Nov. 2019, Reisetag 15, 8. Tag auf dem Schiff
Cuverville Island ist unbewohnt. Im antarktischen Sommer ist sie häufig der Brutplatz einer grossen Kolonie, ca. 4´000, von Eselspinguinen.
Es ist sehr windig, bewölkt und sehr kalt. Ca. -10°C aber gefühlt mehr. So gegen 11 Uhr dürften wir voll vermummt und mit vielen Kleiderschichten „bewaffnet“ fuhren wir zu der Insel. Es war kalt! So richtig kalt. Pinguine so weit das Auge reicht. Zum Glück ist es so kalt deswegen störten wir uns an Geruch der Pinguinen nicht besonderes. Ein kurzer Spziergang durch den Schneesturm, paar Fotos schiessen und schnellstens wieder zurück zum Mutterschiff in die Wärme.
Um 17:30 dürften wir nochmals fest vermummt in die Zodiacs und um die eindrücklichen Eisblöcke Cruisen. Alle diese Eisblöcke haben sich vom Gletschern gelöst.
-65.2, -64.05 ist unser südlichster Punkt auf der Erde den wir bis jetzt erreicht haben!
Mo/Di, 18. & 19. Nov. 2019, Reisetag 13 & 14, Tag 6&7 auf dem Schiff.
Nach Orne Harbour war unser Ziel für den 18.11.19, Neko Harbor und Damoy Point. Das Wetter war aber schlecht: windig und regnerschisch somit fuhr der Captain durch den Lemaire Kanal bis zu der Packeis Gränze!
Lemaire Kanal, 18.11.19
Es ist ein schmaler Kanal von dem aus hoche, 1´000hm Berge hinausragen. Die Länge des Kanals beträgt circa 15km, an der schmalsten Stelle ist er wenige 100 Meter breit. Der Kanal war am Anfang mit brüchigem Packeis bedeckt. Es war unsere erste „Berührung“ mit dem Packeis. Aus der Kabine war es sehr ungewohnt das „knirschen“ und wegbrechen vom Eis zu beobachten und vor allem zu hören. Ein unheimliches Gefühl. Am Ende des Kanals wurden wir mit schönstem Wetter begrüsst. Auf der Weiterfahrt könnten wir gigantische und wunderschöne Eisblöcke, die sich von Gletschern gelöst haben, bewundern. Wir haben in der Nähe der Vernadskiy Forschungsstation übernachtet. Am späten Abend könnten wir spektakulären Sonnenuntergang geniessen.
Eindrücke von der Überfahrt
Packeis, 19.11.19
Am Morgen war der Plan dass wir die naheliegende Peterman Insel besuchen. Die Wellen waren zu hoch und der Landeplatz zu eisig somit müsste Plan D angewendet werden. Da die Verdnadsky Station „um die Ecke“ war sollen wir diese besuchen gehen. Die Stationsbewohner haben aber erst am späteren Nachmittag für uns Zeit somit meinte das Expeditions Team wir können doch auf den Packeis spazieren gehen wenn es genug dick ist. Der Captain, Torry Sakkariassen, führ soweit hinein wie es möglich war! Das war richtig eindrücklich. Man stellt sich eine geschlossene Eisfläche vor und das Schiff fährt hinein als ob nichts ist! Nach der Prüfung der Eisdicke, 58cm, konnten wir in Gruppen raus auf das Eis. Eine überwältigende Erfahrung. Die Sonne schien um die Wette somit hatten wir perfekte Bedingungen.
Zum Glück hatten wir schlechtes Wetter sonst wären wir nie hierher gelandet!
Verdnadsky Forschungsstation
Die Vernadsky-Station ist eine ukrainische Forschungsstation in der Antarktis. Ungefähr 300 Tage pro Jahr ist es auf der Insel bewölkt und es fällt Schnee. Aber nicht heute! Blauer Himmel und Sonnenschein pur. Maximal 24 Personen als Sommerpersonal und durchschnittlich 12 Überwinterer kann die Station aufnehmen. Hier werden vor allem seismische Erschütterungen, die Dicke der Ozonschicht sowie meteorologische Einflussgrössen gemessen. Übrigens hier wurde der Ozon Loch endeckt. Heute hatten wir normale Ozon Werte, meinte der Meteorologe.
Die Führung durch die Station war sehr herzlich. Wir sind seit 8 Monaten! die ersten Besucher die sie hätten. Die Station wurde von Engländern erbaut und ist sehr alt. Im oberen Stock ist sogar die südlichste Bar der Erde. Sie haben selber Vodka aus Zucker gebraut. Für 3$ dürfte man es probieren. Stefans Meinung nach ist es eins der besseren klaren Wässerchen die er getrunken hat. Es ist auch die südlichste Post der Welt
Um die Station herum leben unzählige Adeliepinguine.
Sonntag, 17. Nov. 2019, 12. Reise Tag, 6. Tag auf dem Schiff
Der Orne Harbour 64°37′S, 62°32′W ist eine Bucht an der Danco-Küste des Grahamlands im Norden der Antarktischen Halbinsel.
Am Orne Harbour haben wir die ersten Schritte auf der Antarctica gesetzt. Vorher waren wir auf einer Vorinsel und jetzt stehen wir auf dem Kontinent! Dafür erhielten wir auch einen Zertifikat.
Das Wetter war wieder am Morgen neblig und kühl. Fast keine Sicht! Alle Aktivitäten wurden um eine Stunde nach hinten verschoben. Um 11:30 waren wir dran ans Land zu gehen. Bis dahin hat sich die Sonne in der Bucht getraut und wir würden mit einem wunderschönem rundum Blick beschenkt. Vor uns stand eine „Wanderung“ 150 Höhe Meter durch den Schnee. Ja, es war Schnee und kein Eis. Wir freuten uns richtig endlich sich bewegen zu können. Am Land haben wir auch Wanderstöcke bekommen. Der Weg würde von der Expeditionsgruppe schon angelegt. Es ging im Zick Zack rauf. Viele landeten sehr oft auf dem Füdli da sie nicht gewohnt waren sich im Schnee zu bewegen. Auf dem „Gipfel“ haben sie sogar Treppen im Schnee erstellt! Dort wurden wir mit einer fantastischer Sicht über die anderen Seite belohnt und natürlich von vielen neugierigen Pinguinen begrüsst. Da es fast windstill war hatten wir es sehr warm. Der Abstieg ging problemlos.
Am Schiff angekommen haben wir uns auf den Aussendeck im Liegenstuhl gesetzt und die Sonne genossen. Die Ausfahrt aus dem Harbor ging an einem wunderschönem Eisblock vorbei. Sogar der Captain müsste es fotografieren. Der Abend war sehr sonnig und ruhig. Einfach wunderschön.
Half Moon Island ist eine kleine, subantarktische Insel im Archipel der Südlichen Shetlandinseln. Sie liegt 1300 Meter nordwestlich von Livingston Island in der McFarlane Strait, die Livingston von Greenwich Island trennt. Von der Antarktischen Halbinsel ist Half Moon Island etwa 120 km entfernt.
Der Morgen war sehr neblig und kühl. Unsere Gruppe, die Chinstrap Penguins 2, dürfte als letzte auf die Insel. Zum Glück! Das Wetter hat sich zum positiven gewendet und die Sonne kam raus. Somit könnten wir bei prallen Sonne die Insel und seine Bewohner, Zügel (Chinstrap) Pinguine, geniessen. Es windete recht. War aber kein Problem mit unseren Bekleidung.
Ans Land würden wir mit den Zodiacs transportiert. Auf der Insel sind wir von dem Expeditions Leiter, Stefan, begrüsst worden. Er erklärt auch die Regeln am Land. Die Pinguine dürfen auf keinen Fall geschtört werden. Unser Weg würde mit roten Flaggen ausgesteckt. Ausserhalb des Weges ist es strengstens untersagt sich zu bewegen. Es ist auch nicht empfehlenswert da es viel Pinguinen Kot gibt.
Alle diejenigen die sich ins kalte Wasser gewagt haben erhielten einen Zertifikat! Es waren viele die im Eiswasser gebadet haben.
14. Nov. 2019, Tag 9, 2. Tag auf dem Schiff, Kap Hoorn Das Wetter ist trocken aber Bewölkt. Temperatur ist ca. 10-12 Grad. Somit relativ warm.
Kap Hoorn ist eine Landspitze auf der chilenischen Felseninsel Isla Hornos. Kap Hoorn ist, abgesehen von den abgelegenen, noch südlicher gelegenen Diego-Ramírez-Inseln und ohne Berücksichtigung der manchmal ebenfalls zu Südamerika gerechneten Südsandwichinseln, der südlichste Punkt Südamerikas. (Wikipedia)
Nach einer sehr ruhiger Nacht haben wir am frühen Morgen das Kap Hoorn erreicht.
Unsere Expeditionsgruppe heisst Chinastrap Penguins 2. Nach Plan dürfen wir schon um 9:15 als die 2. Gruppe ans Land.
Blick auf das Albatros Monument und die 175 Stufen die man überwinden soll um auf die Insel zu kommen.
Expeditions Team von MS Roald Amundsen hat sogar Teppiche ausgelegt und sicherer ans Land zu kommen. Die Steine sind sehr gross und nass.
Taxi zwischen dem Schiff und der Insel. Alle Passagiere haben Wind und Wasserfeste Jacken und robuste Stiefeln bekommen. Deswegen sehen wir alle gleich aus.
und plötzlich ist einiges los auf der Insel.
Das Leuchtturm darf natürlich nicht fehlen. Hier lebt eine Familie mit 3 Kindern. Neben dem Leuchtturm hat es noch eine kleine Kapelle und Helikopter Landeplatz mehr nicht.
Paar Pflanzen die dem kargen Wetter strotzen findet man auch. Sogar welche mit Beeren. Kreuter, wie Petersilie, wächst auch gerne hier.
Denkmal für die am Kap Hoorn umgekommenen Seeleute Ein Gedicht der Dichterin Sara Vial man auf einer Tafel in der Nähe: Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet. Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute,die zum Kap Hoorn segelten, von allen Meeren der Erde. Aber sie sind nicht gestorben im Toben der Wellen,denn jetzt fliegen sie auf meinen Schwingen für alle Zeit in die Ewigkeit, wo am tiefsten Abgrund der antarktische Sturm heult.
Die erste Eindrücken am Land. Es war auch unsere erste Fahrt mit dem Gummiboot. Klappte all bestens! Wir waren ca. 1.5 Stunden auf der Insel.
weitere Bilder von der Insel
Next Stop: Antarktis! 14. Nov 19, 16:30 fahren wir los. Wir überqueren jetzt die Drake Passage.