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Finale Etappe: der letzte Tritt in die Pedale

23. Tag, Sylt-Hamburg-Zürich, regnerisch, 15°C

Mit einem reichhaltigen Frühstück im Bauch und der Sonne im Rücken brechen wir zu unserer finalen Etappe auf: Westerland, das Herz der Insel, liegt 18 Kilometer vor uns. Ein letztes Mal schwingen wir uns auf unsere Räder, die uns in den letzten Tagen treue Begleiter waren. 50 Minuten Fahrtzeit trennen uns noch von unserem Ziel und dem Zug, der uns um 13:23 Uhr nach Hamburg bringt.

Früher als erwartet erreichen wir Westerland, doch unsere Freude wird schnell getrübt: Der Zug, mit dem wir nach Hamburg fahren wollten, fällt aus! Na toll, das fängt ja gut an! Kurzerhand steigen wir in den nächsten Regionalzug, der uns nach Hamburg-Altona bringt. Von dort aus beginnt dann die lange Reise weiter nach Zürich.

Während der vierstündigen Fahrt nach Hamburg-Altona zieht der Himmel immer mehr zu, und der Regen nimmt stetig zu. Was als leichter Nieselregen begann, entwickelt sich schnell zu einem regelrechten Schauer, der die Fensterscheiben in Wellen hinunterläuft. Mit jedem Kilometer hoffen wir inständig, dass der Regen in Hamburg nachlässt. Der Gedanke, mit unseren Rädern durch den strömenden Regen zu müssen, dämpft die Vorfreude auf das Ankommen. Doch noch bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten und darauf zu vertrauen, dass uns das Wetter in Hamburg gnädig ist.

Doch das Hamburger Wetter macht es uns nicht leicht: Bei kühlen 11 Grad und anhaltendem Nieselregen ist an Spass beim Herumfahren kaum zu denken. Für ein frühes Abendessen ist es noch zu zeitig, also suchen wir zuerst Zuflucht in einem Hotel am Bahnhof, um uns aufzuwärmen und unsere nächsten Schritte zu planen. Der Regen lässt schliesslich etwas nach, und wir machen uns auf den Weg zu einem gemütlichen Café, wo wir uns mit Chailatte stärken. Doch die Zeit scheint kaum zu vergehen. Immer wieder fahren wir durch die nassen Strassen, suchen Schutz vor dem Regen und versuchen, uns die Langeweile zu vertreiben. Die Stimmung wird zunehmend gedrückter, und ein leichter Stress macht sich breit, während wir hoffen, dass unser Nachtzug pünktlich abfährt und uns endlich nach Hause bringt.

Endlich ist es 21:30 Uhr, und wir stehen pünktlich am Gleis. Erleichterung macht sich breit, als unser Zug ebenfalls planmässig einfährt. Nachdem wir die Räder verladen haben, suchen wir unsere Schlafkabine auf – und plötzlich fällt der ganze Stress von uns ab. Die Kabine ist überraschend luxuriös! Sie bietet nicht nur zwei bequeme Betten, sondern auch einen kleinen Tisch mit zwei Sesseln, ein eigenes Badezimmer und sogar einen Kleiderständer mit Kofferablage. Wir können es kaum fassen und sind mehr als zufrieden. In dieser komfortablen Umgebung lassen wir den anstrengenden Tag hinter uns und freuen uns auf eine erholsame Nacht.

Am nächsten Morgen erreichen wir pünktlich Zürich – ausgeschlafen und bestens verpflegt. Die Nacht in der luxuriösen Schlafkabine hat uns die nötige Erholung gebracht, und das Frühstück im Zug war ausgezeichnet. Mit frischer Energie und schönen Erinnerungen im Gepäck treten wir die letzten Kilometer unserer Reise an, zufrieden und glücklich über das gelungene Ende unserer Tour.

Mit dem Nightjet in das Abenteuer: Start unserer Dänemark-Radtour

Reisetag 1&2, Zürich (CH) – Berlin (D) – Rostock (D) – Gedser (DK), 28km.

Start der Reise mit dem Nightjet
Unsere Reise begann am Zürcher Hauptbahnhof, wo wir den Nightjet nach Berlin bestiegen. Der Schlafwagen im EuroNightjet steht für Gemütlichkeit. Abteil für zwei Personen mit eigener Dusche und WC, Handtücher und Toilettenartikel (unter anderem Seife, Hausschuhe und Ohropax), gute Betten.

Eine ruhige Atmosphäre und der gleichmässige Rhythmus des fahrenden Zuges sorgten für eine gute Nacht. Während die Landschaften vorbeizogen, fühlten wir uns wie in einem Hotelzimmer, nur dass dieses Hotel sich auf Schienen befand und uns in den Schlaf wiegte.
Am nächsten Morgen erreichten wir Berlin mit 30 Minuten Verspätung, ausgeruht nach einem à la carte  Frühstück.

In Berlin müssten wir den Regionalzug nehmen statt den gebuchten IC. Er kamm nie an und meldete eine Verspätung von 2.5 Stunden! In Rostock angekommen, machten wir uns auf den 12 Kilometer langen Weg zum Fährhafen. Die volle Regenmontur schützte uns vom starken Regen. Die Überfahrt nach Dänemark haben wir im trockenen genossen.

Bis zu unserem Hotel MejeriGaarden waren es noch 8 Kilometer vom Gedser Havn. MejeriGaarden Bed & Breakfast ist eine charmante Unterkunft eingebettet in eine ruhige und grüne Umgebung. Hier findet man eine perfekte Kombination aus gemütlichem Komfort und dänischer Gastfreundschaft.
Die Zimmer sind liebevoll eingerichtet und strahlen eine warme und einladende Atmosphäre aus.

Nach einem köstlichen Abendessen entspannen wir uns im beheizten Zimmer und freuen uns auf die erste Etappe unserer Reise