🏙️ 27. & 28. Januar:Bangkok – Zwischen glitzernden Malls, liegenden Buddhas und dem Wahnsinn des Konsums
In Bangkok angekommen, bezogen wir unser Zimmer im 25. Stock des Grande Centre Point Surawong. Der Blick auf die Skyline ist gigantisch, doch drinnen herrschte „Eiszeit“: Das Hotelrestaurant war so stark klimatisiert, dass ich tatsächlich Strumpfhosen und Pullover anziehen musste – ein absurder Kontrast zu den tropischen Temperaturen draussen!
Der grosse Stadtmarsch Am nächsten Tag haben wir Bangkok zu Fuss bezwungen. Unser Weg führte uns durch das wuselige Chinatown und den Sampheng Market. Die schiere Masse an Waren – allein 100 Meter nur Haarschmuck – war fast schon beängstigend und hat uns sehr nachdenklich gestimmt, was unseren globalen Konsum und die Abfallberge angeht.
Anschliessend erreichten wir den Wat Pho. Die Chedis mit ihren filigranen Mosaiken sind wunderschön, aber der Star ist natürlich der gigantische liegende Buddha.
☸️ Der liegende Buddha (Wat Pho) – Zahlen & Fakten Dimensionen: Die Statue ist beeindruckende 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Material: Der Kern besteht aus Ziegelsteinen und Gips, der komplett mit Blattgold überzogen wurde. Die Füsse: Ein besonderes Highlight sind die 3 Meter langen und 4,5 Meter hohen Fusssohlen. Sie sind mit 108 glücksbringenden Symbolen aus Perlmutt verziert. Bedeutung: Die Haltung stellt den Buddha im Moment seines Eintritts ins Nirvana (das Ende der Wiedergeburten) dar.
Parks & Moderne Da der Andrang beim Grossen Palast enorm war, entschieden wir uns gegen den Eintritt und flohen mit dem Boot in das glitzernde ICONSIAM.
Nach einem erfrischenden Drink ging es per Hochbahn zum Lumphini Park und über die „Green Bridge“ zum Benjakitti Park. Die Parks sind wunderbare grüne Lungen, doch die Luftqualität in der Stadt insgesamt empfanden wir als katastrophal.
Unser Fazit zu Bangkok: Beeindruckend sauber (die strengen Bussen für Abfall und Spucken wirken – ein Vorbild für Zürich!), aber als Stadt ein unruhiger Flickenteppich, der uns nicht ganz abholen konnte.
✈️ 29. Januar: Heimflug in die Schweiz Am Donnerstag hiess es endgültig Abschied nehmen von Südostasien. Der Direktflug nach Zürich verlief reibungslos. Highlight des Fluges war Blick auf Himalaya Gebirge. Sehr eindrucksvoll!
Nach 11,5 Stunden in der Luft sind wir wohlbehalten in der Heimat gelandet.
💗 DANKESCHÖN Hinter uns liegen zwei unglaubliche Monate voller Abenteuer: Wir haben die nebligen Berge in Laos bestaunt, die quirligen Strassen Vietnams durchquert, die mystischen Tempel Kambodschas erkundet und zum Abschluss die Inseln sowie den Grossstadtdschungel Thailands erlebt. Es war mir eine riesige Freude, euch auf diese Reise mitzunehmen und meine Eindrücke mit euch zu teilen. Ein ganz grosses Dankeschön an alle fürs ‚Mitkommen‘ und das tägliche Mitfiebern!
🏝️ 23. Januar: Landung im Inselparadies Koh Chang Nach einem entspannten und kurzen Flug mit Bangkok Airways landeten wir auf dem wohl charmantesten und kleinsten Flughafen unserer Reise in Trat. Alles unter freiem Himmel, unkompliziert und blitzschnell.
FlughafengebäudeBusBaggage Claim
Das über Facebook reserviertes Auto, Toyota Yaris wartete bereits. Die Formalitäten erledigten wir direkt auf dem Parkplatz – thailändische Effizienz vom Feinsten! Wir hatten unglaubliches Timing und konnten ohne Wartezeit direkt auf die Fähre fahren. Kurze Zeit später rollten wir bereits auf den Asphalt von Koh Chang. Die Warnungen waren nicht übertrieben – die Strassen sind extrem steil und die Kurven haben es in sich. Aber unser Yaris schlägt sich wacker.
Nest Sense Resort: Unser Resort im ruhigeren, unteren Drittel der Insel ist ein Volltreffer. Wir bewohnen eine Villa in der ersten Reihe mit eigenem Pool. Der Blick auf das Meer ist unverbaut und der erste Sonnenuntergang, den wir direkt vom eigenen Pool aus genossen haben, war schlichtweg grandios. Ein Einstand nach Mass!
🐘 Wissenswertes über Koh Chang Die Elefanteninsel: „Koh Chang“ bedeutet übersetzt tatsächlich Elefanteninsel. Der Name stammt jedoch nicht von wilden Elefanten (die es hier ursprünglich gar nicht gab), sondern von der Form der Insel, die an den Kopf eines liegenden Elefanten erinnert. Sie ist die drittgrösste Insel Thailands (nach Phuket und Koh Samui). Etwa 70 % der Insel bestehen aus unberührtem Regenwald und steilen Bergen, die Teil des Mu Ko Chang Nationalparks sind. Der Berg Khao Salak Phet ragt stolze 744 Meter in die Höhe – das erklärt, warum die Strassen so steil sind! Da die Insel so bergig ist, wird das Trinkwasser oft aus den Bergen gewonnen. Es gibt zahlreiche versteckte Wasserfälle im Inneren. Während der Norden (nahe der Fähre) sehr touristisch und belebt ist, wird es Richtung Süden (wo wir sind) immer ruhiger, grüner und ursprünglicher.
🧺 24. Januar: Stelzenhäuser und Pool-Idylle Heute haben wir einen Gang zurückgeschaltet und den Tag ganz ohne Zeitdruck genossen. Der Morgen begann ganz pragmatisch mit dem Waschen der Wäsche – auch das gehört dazu, wenn man so lange unterwegs ist wie wir. Danach machten wir einen Ausflug zum südlichen Ende der Strasse. Das Fischerdorf Bang Bao ist faszinierend; es ist fast komplett auf Stelzen in die Bucht gebaut. Der Spaziergang entlang der schmalen Gänge zwischen den Häusern, Läden und Restaurants direkt über dem Wasser war sehr charmant.
Die ganze Familie schläft Schuhe bleiben draussen
Den Rest des Tages haben wir in vollen Zügen in unserem Resort genossen. Unser privater Pool in der ersten Reihe ist einfach zu verlockend, um ihn lange zu verlassen.
🌿 25. Januar: Expedition in den wilden Osten Heute haben wir die steilen Kurven hinter uns gelassen und die flachere, grüne Ostseite der Insel erkundet. Hier dominieren Plantagen und eine angenehm breite Strasse, die fast schon ungewohnt entspannt zu befahren ist.
Die Ostküste von Koh Chang ist wirklich eine ganz andere Welt – viel ursprünglicher, flacher und weniger touristisch als die Westküste. Es ist, als ob man auf einer völlig anderen Insel wäre.
Die Mangroven-Wälder: Wir haben gleich zwei Projekte besucht: Salak Khok Mangrove Forest: Dieser Pfad hat uns sehr gut gefallen. Die Bäume sind riesig und der lange Steg führt tief in das Ökosystem hinein. Salak Phet Mangrove Forest: Leider mussten wir feststellen, dass beide Anlagen kaum gepflegt werden – ein trauriger Anblick für solch schöne Naturprojekte. Dass kein Eintritt verlangt wird, erklärt wohl den Zustand, ist aber dennoch schade.
Ein echtes Highlight war unsere Pause in Aoy’s Little Farm & Bakery. Bei frischen Säften und einem hervorragenden Cheesecake genossen wir den traumhaften Blick über Palmen hinweg auf das Meer. Ein Ort zum Verweilen!
Pooltime: Den Nachmittag verbrachten wir wieder in unserer Villa im Nest Sense. Den Kontrast zwischen dem aktiven Vormittag und der privaten Pool-Idylle geniessen wir sehr.
🌴 26. Januar: Ruhepol im Insel-Kontrast Der heutige Vormittag begann ganz entspannt mit Stefans morgendlichem Schwimmen (ich kann nicht schwimmen 😕), gefolgt von einem exzellenten À-la-carte-Frühstück. Der Blick vom Hotelrestaurant über die Palmen auf das glitzernde Meer ist einfach wie ein Gemälde – man kann sich kaum daran sattsehen.
Nach dem Frühstück machten wir einen kleinen Spaziergang. Das nahegelegene Dorf wirkt deutlich herabgekommener als die Orte im Norden. Wir sahen viele verfallene Häuser und geschlossene Restaurants. Es ist eine seltsame Mischung aus Stillstand und dem Mut neuer Resorts, die versuchen, dem Trend entgegenzuwirken. Es sind spürbar wenig Touristen unterwegs. Überrascht hat uns jedoch die starke Präsenz russischer Gäste – dass es hier auf Koh Chang sogar eine russisch-orthodoxe Kirche gibt, zeigt deutlich, wie gross diese Community in Südostasien mittlerweile ist.
Zurück im Resort genossen wir die Ruhe bei einem Hibiskus-Jus und einem Mango-Smoothie, bevor es wieder in unseren privaten Pool ging. Wir sind uns einig: Das Nest Sense war die perfekte Wahl – ruhig, sauber und wunderschön. Wir haben diese drei Tage in vollen Zügen genossen.
🏙️ Ausblick: Das Finale in Bangkok Morgen, am 27. Januar, lassen wir die Inselfriedlichkeit hinter uns und tauschen Wellenrauschen gegen Grossstadtgeflüster. Zuerst geht es mit dem Toyota Yaris zurück zur Fähre, dann zum Flughafen Trat und mit dem kurzen Hüpfer von Bangkok Airways zurück in die Metropole. Bangkok wartet darauf, von uns „unsicher gemacht“ zu werden!
🌿 19. & 20. Januar: Dschungel-Feeling und tierische Begegnungen im Khao Yai Die Fahrt von Bangkok verlief reibungslos in unserem „Chinesen“, einem Haval Jolion. Das Auto bringt uns sicher durch die hügelige Landschaft.
MYS Khao Yai: Ein Pool mit Durchblick Unser Hotel ist ein echtes Highlight. Besonders der Pool ist einzigartig: Er ist durchsichtig! Es ist ein faszinierendes Gefühl, dort zu schwimmen.
Nach den heissen Wochen in Vietnam und Kambodscha geniessen wir das Klima hier extrem. Die Luft ist weniger feucht, und nachts kühlt es auf angenehme 17 Grad ab – perfekt, um sich richtig gut auszuruhen.
Abenteuer im Nationalpark Heute, 20. Januar, haben wir den ganzen Tag im Park verbracht. Schon kurz nach dem Eingang wurden wir von den ersten Affen begrüsst.
Wanderweg 3 (Schweizer Weg): Der Marsch durch den dichten Dschungel war faszinierend. Unser absolutes Highlight: Wir haben zwei Doppelhornvögel (Great Hornbills) gesehen! Das Geräusch, das ihre Flügel beim Fliegen erzeugen – ein tiefes, rhythmisches Rauschen –, ist unglaublich eindrucksvoll. Diese Vögel können eine Flügelspannweite von bis zu 1,5 Metern haben.
Wanderweg 1 (beim Visitor Center): Auch hier war die Ausbeute riesig: Schildkröten, „komische Hühner“ (wahrscheinlich wilde Kammhühner, die Urahnen unserer Haushühner), Kingfisher (Eisvögel) und ein grosses, rehähnliches Tier (vermutlich ein Sambar-Hirsch. Sie sind die grössten Hirsche Südostasiens). Der freche Dieb: Die Affen sind hier wirklich gewieft – einer war so flink, dass er Stefan glatt den Eistee geklaut hat! 🙈
Den Dschungel-Tag haben wir dann gemütlich im gläsernen Pool des Hotels ausklingen lassen.
🌿 21. Januar: Dschungelpfade, Stauseen und die Suche nach den Riesen Heute stand nochmals das volle Naturprogramm auf dem Plan. Auch wenn die ganz grossen Tierbegegnungen heute ausblieben, war es ein intensiver Tag im Nationalpark.
Zwei Pfade – zwei Welten Trail 2 (Dschungelpfad): Dieser Weg führte uns entlang eines Flusses tief in den Dschungel. Hier war es deutlich heisser und die Luftfeuchtigkeit extrem hoch bei dem man den Puls der Natur spürt.
Trail 7 (Stausee-Runde): Ein schöner Kontrast! Dieser Trail war angenehm trocken. Er führte uns über einen Damm durch den Wald und schliesslich einmal um den Stausee herum. Eine sehr friedliche Landschaft.
Die flüchtigen Elefanten Obwohl rund 400 wilde Elefanten im Park leben, hielten sie sich heute diskret im dichten Unterholz versteckt. Auch unser zweiter Versuch gegen 16:30 Uhr – eigentlich die beste Zeit, wenn die Tiere zu den Salzlecken oder Wasserstellen ziehen – blieb leider ohne Sichtung. Aber wie man so schön sagt: Das ist die Natur!
Ein bunter Abschluss Als Kontrast zum wilden Grün besuchten wir fast vis-à-vis von unserem Hotel noch einen Blumenpark. Es war eine bunte Abwechslung und ein schöner Ort, um die Seele nach den Wanderungen noch etwas baumeln zu lassen.
⛰️ 22. Januar: Vom Berggipfel in die Reisfelder Bevor wir Khao Yai verlassen haben, wollten wir es noch einmal wissen. Unser treuer «Haval» brachte uns hoch hinaus und tief hinein in die Natur.
Pha Trom Jai Viewpoint: Auf 1290 müM genossen wir die frische, kühle Bergluft und einen fantastischen Ausblick über das endlose Grün des Nationalparks.
Haew Narok Wasserfall: Der «Abgrund der Hölle» machte seinem Namen alle Ehre. Die schiere Gewalt des Wassers, das über die Klippen stürzt, war ein beeindruckender letzter Gruss vom Park.
Abschied vom Dschungel: Die Rückfahrt Richtung Bangkok war pure Idylle. Wir fuhren entlang von saftig grünen Reisfeldern, die von hohen Palmen gesäumt waren – das klassische, wunderschöne Bild von ländlichem Thailand.
Logistik & Abenteuer-Vorschau Nach der reibungslosen Autoabgabe am Flughafen Suvarnabhumi haben wir uns per Taxi in unser Flughafen-Hotel zurückgezogen.
Morgen (23. Januar): Wir fliegen weiter nach Trat! Nächstes Mietauto habe ich via Facebook Messenger reserviert, ist anscheinend typisch Thailand – hier läuft unglaublich viel über Social Media und funktioniert meistens erstaunlich unkompliziert. Ein bisschen Nervenkitzel gehört dazu! 😄 Ziel Koh Chang: Die «Elefanteninsel» wartet auf uns.
✈️ 15. Januar: Flug in den Norden – Von der Küste zu den Tempeln
Heute hiess es Abschied nehmen von unserem Inselparadies auf Koh Russey. Die Reise führte uns zurück zum Festland und weiter zum Flughafen Sihanoukville (KOS). Mit Air Cambodia ging es in einem kurzen, angenehmen Flug direkt nach Siem Reap. Der Kontrast könnte nicht grösser sein – von der absoluten Ruhe der Privatinsel hinein in das pulsierende, geschichtsträchtige Herz Kambodschas.
Wir sind nun für vier Nächte im Viroth’s Hotel eingezogen. Wer Design liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Das Hotel ist eine Hommage an die 1950er-Jahre, kombiniert mit viel Grün und einer unglaublichen Liebe zum Detail.
Nach der Abgeschiedenheit auf Koh Russey geniessen wir jetzt den urbanen Luxus. Die Lage ist perfekt: ruhig genug zum Entspannen, aber nahe genug am Fluss und den kleinen Gassen von Siem Reap, um die Stadt zu Fuss zu erkunden. Man merkt sofort, warum dieses Hotel so viele Auszeichnungen erhält – die Professionalität und Herzlichkeit sind auf einem ganz anderen Level. Nach dem Flug genossen wir die erste Erfrischung im Hotel.
🍽️ Ein kulinarischer Olymp: Embassy by Chef Kimsan Bevor Stefan das Bett hüten musste, erlebten wir gestern Abend ein absolutes Highlight. Das Nachtessen im Embassy by Chef Kimsan war schlichtweg das beste und schönste kulinarische Erlebnis der gesamten Reise. Die Küche: Es ist ein „Female-led“ Restaurant, das traditionelle Khmer-Küche auf Fine-Dining-Niveau hebt. Das Erlebnis: Die Präsentation der Speisen und die Raffinesse der Aromen waren auf einem Level, das wir so noch nicht erlebt haben. Ein perfekter Start für Siem Reap!
🤒 16. Januar: Krankenlager und Stadterkundung Heute sah die Welt leider etwas anders aus: Stefan hat es nun voll erwischt. Er verbrachte den Tag im Viroth’s mit seinen „neuen Freunden“ Paracetamol und Otrivin. Während er versuchte, die Erkältung auszuschlafen, habe ich mich alleine auf den Weg gemacht.
Siem Reap zu Fuss: Sauber, breit und heiss Bei stolzen 32 Grad bin ich bis zum Königlichen Park (Royal Independence Gardens) gelaufen. Ich war sehr positiv überrascht: Das Zentrum ist wunderschön herausgeputzt. Die Trottoirs sind breit und sehr sauber – man kann die Stadt wunderbar zu Fuss erkunden, was in asiatischen Städten ja keine Selbstverständlichkeit ist. Die Stadt hat einen tollen Vibe. Es gefällt mir hier ausgesprochen gut!
Den Nachmittag habe ich dann ruhig auf unserer Terrasse im Hotel verbracht. Ich habe regelmässig Tee gekocht – für Stefan zur Genesung. Das Viroth’s bietet dafür zum Glück den perfekten, stilvollen Rahmen.
🇰🇭 Wissenswertes über Siem Reap Bedeutung des Namens: „Siem Reap“ bedeutet wörtlich übersetzt „Niederlage der Siamesen“. Der Name erinnert an einen Sieg der Khmer über das thailändische Königreich Ayutthaya im 16. Jahrhundert. Vor hundert Jahren war Siem Reap kaum mehr als ein Dorf. Erst mit der „Wiederentdeckung“ von Angkor durch französische Forscher im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg zum Tourismus-Zentrum. Der Fluss, der durch die Stadt fliesst, entspringt in den heiligen Kulen-Bergen. Die Uferpromenaden wurden kürzlich komplett renoviert und laden jetzt mit schönen Gehwegen und Beleuchtung zum abendlichen Spaziergang ein. Neben den modernen Einflüssen findet ihr im Stadtzentrum (rund um den Alten Markt) noch viele wunderschöne französische Kolonialbauten, die heute oft Cafés oder Galerien beherbergen.
Die Tempelstadt Angkor 400 km² ist die Gesamtfläche des archäologischen Parks von Angkor – er ist damit eines der grössten religiösen Monumente der Welt (etwa so gross wie das halbe Kanton Schwyz). Über 1’000 Tempelruinen befinden sich im gesamten Areal, von winzigen Steinhaufen bis hin zum gigantischen Angkor Wat. Forscher schätzen, dass Angkor im 12. Jahrhundert die grösste Stadt der Welt war, mit rund einer Million Einwohnern (zu einer Zeit, als London nur etwa 20’000 Einwohner hatte). Der Gigant Angkor Wat 162 Hektar: Allein die Anlage von Angkor Wat umfasst diese Fläche. 5 Millionen Tonnen Sandstein wurde verbaut, um den Haupttempel zu errichten. Das ist fast so viel Material wie für die Cheops-Pyramide in Ägypten. 37 Jahre dauerte die Bauzeit (1113–1150 n. Chr.) unter König Suryavarman II.
🏛️ 17. & 18 Januar: Das steinerne Herz der Khmer Dank Stefans schneller Genesung konnten wir das Herzstück Kambodschas in zwei Etappen erkunden. Mit unserem äusserst aufmerksamen Tuk-Tuk-Fahrer im Fahrtwind war die Hitze gut erträglich.
Die Touren im Überblick Gestern (Kleine Tour, 09:00 – 15:00 Uhr): Wir besuchten die Klassiker wie Angkor Wat, den Bayon-Tempel mit seinen riesigen Gesichtern und den vom Dschungel verschlungenen Ta Prohm.
Heute, 18. Januar (Grosse Tour, 09:00 – 13:00 Uhr): Diese Runde führte uns zu den etwas entlegeneren, aber nicht minder beeindruckenden Tempeln wie Preah Khan und dem Wasser-Heiligtum Neak Pean. Wir waren tief beeindruckt, wie gepflegt, sauber und hervorragend organisiert die gesamte Anlage ist. Ein echtes Weltkulturerbe!
💡 Fakten über die Tempel und Umgebung Angkor Wat – Das Abbild des Universums: Er ist der einzige Tempel in Angkor, der nach Westen ausgerichtet ist. In der Khmer-Kultur ist Westen die Himmelsrichtung des Todes, weshalb man glaubt, dass Angkor Wat ursprünglich als Grabmal für König Suryavarman II. geplant war. Die fünf Türme symbolisieren die Gipfel des heiligen Berges Meru. Angkor Thom & der Bayon: Die Stadt Angkor Thom war einst von einer 8 Meter hohen Mauer und einem Wassergraben umgeben, in dem angeblich Krokodile lebten. Der Bayon-Tempel in der Mitte beherbergt 216 lächelnde Gesichter, die in den Stein gemeisselt sind – egal wo man steht, man wird beobachtet! Ta Prohm – Die Kraft der Natur: Dieser Tempel wurde absichtlich in dem Zustand belassen, in dem ihn die Entdecker vorfanden. Die gigantischen Würgefeigen und Kapokbäume, die die Mauern sprengen, zeigen eindrücklich, wie sich der Dschungel alles zurückholt, wenn der Mensch geht. Dieser Tempel diente als Kulisse für den Film Tomb Raider. Das ausgeklügelte Wassersystem: Die Khmer waren Meister der Wasserwirtschaft. Die riesigen Becken (Barays), die ihr gesehen habt, dienten nicht nur religiösen Zwecken, sondern waren Teil eines komplexen Bewässerungssystems, das bis zu drei Reisernten pro Jahr ermöglichte und so die Millionenstadt Angkor ernährte. Sandstein-Logistik: Der gesamte Sandstein für die Tempel wurde aus den etwa 50 km entfernten Kulen-Bergen herangeschafft. Man nutzte dafür Kanäle und tausende von Elefanten.
Uns hat es sehr gut hier gefallen! Morgen vormittags fliegen wir nach Bangkok.
🏝️ 12.-15. Januar: Exklusives Inselglück Die 15-minütige Überfahrt, vorbei am luxuriösen Six Senses Resort, war der perfekte Vorgeschmack auf das, was uns erwartete. Der Empfang war herzlich, und wir wussten sofort: Hier sind wir richtig.
Die Insel ist richtig klein: etwa 2 Kilometer lang und an der breitesten Stelle misst sie ca. 600 bis 700 Meter. Auf der Ostseite ist noch ein anderes Resort welcher mit dichtem Dschungel von unserem Resort getrennt ist.
Besonderheit: wir konnten Flughunde beim bunten Treiben in einem hohen Baum beobachten. Da es sehr dunkel war und die Tiere sehr schnell unterwegs sind, konnte ich kein Foto machen 🤷🏻♀️.
Unser Ocean Pavillon: Ein Traum am Wasser Wir bewohnen einen Ocean Pavillon, der einfach perfekt ist: Lage: Tief im Schatten unter Bäumen und so nah am Wasser, dass wir nachts bei offenem Fenster dem Wellenrauschen lauschen können. Design: Die Architektur ist wunderschön und modern, fügt sich aber harmonisch in die Natur ein. Besonders das durchdachte und praktische Beleuchtungssystem im Zimmer hat es uns angetan. Privatsphäre: Unsere grosse Veranda mit Couch und Tisch ist der ideale Rückzugsort.
Hier sind wirSpeed bootSihanoukwilleUnser Pavillon oben
Fast allein im Paradies Da aktuell nur sieben Gäste im Resort sind (drei Paare und ein Alleinreisender), fühlt es sich an, als gehöre die gesamte Anlage uns. Kulinarik: Das Essen ist erstklassig. Da für ein Buffet zu wenig Gäste da sind, geniessen wir sowohl das Frühstück als auch das Abendessen à la carte – exklusiver geht es kaum. Aktivitäten: Unser Rhythmus ist herrlich entspannt. Jeden Morgen laufen wir am 1,2 km langen Traumstrand entlang, nehmen den kleinen Wanderpfad und verbringen den Rest des Tages am Pool oder am Meer.
Upmarket-Experiment Wir haben gerade richtig Lust spezielle und hochwertige Unterkünfte auszuprobieren. Da wir preislich nie über CHF 200 pro Nacht gehen, passt das Koh Russey Resort perfekt in unser Budget und ist definitiv eine der besten Unterkünfte, die wir je hatten. Es ist schlichtweg paradiesisch! 😉 Alle unsere weitere Unterkünfte sind im gleichen/ähnlichen Segment.
✈️ Ausblick: Am Donnerstag, 15. Januar, verlassen wir diese Idylle und fliegen nach Siem Reap. Damit beginnt das finale, grosse kulturelle Highlight unserer Reise.
Bevor wir die Grenze überschritten, haben wir uns ein wenig mit unserem neuen Gastland vertraut gemacht. Kambodscha ist ein Land voller Kontraste: Das Erbe der Khmer: Das heutige Kambodscha ist der Nachfolger des mächtigen Khmer-Reiches, das einst weite Teile Südostasiens beherrschte. Davon zeugt heute vor allem das Nationalstolz-Symbol schlechtweg: Angkor Wat (das wir sogar auf der Nationalflagge finden). Die junge Bevölkerung: Bedingt durch die tragische Geschichte der Roten Khmer in den 70er-Jahren ist Kambodscha heute eines der «jüngsten» Länder der Region – über 50 % der Menschen sind jünger als 25 Jahre. Religion & Alltag: Der Theravada-Buddhismus prägt fast jeden Aspekt des Lebens. Überall sieht man die orangefarbenen Roben der Mönche und kleine Geisterhäuschen vor den Gebäuden. Währungscuriosum: In Kambodscha zahlt man fast alles mit US-Dollar, bekommt aber bei Beträgen unter einem Dollar das Wechselgeld in der lokalen Währung Riel zurück. Man hat also immer zwei Währungen im Portemonnaie. Gastfreundschaft: Kambodscha gilt oft als das Land mit dem herzlichsten Lächeln Südostasiens – eine Eigenschaft, die wir bereits bei unserem Grenzübergang spüren durften.
🛂 Der reibungslose Wechsel
Der Wechsel von Vietnam nach Kambodscha verlief viel schneller und entspannter als gedacht. Das Camia Resort hatte alles perfekt organisiert: Die Reise: Zuerst ging es mit dem Boot in der okay First Class aufs Festland. Pünktlich angekommen, übernahm ein Fahrer, der uns bis zur kambodschanischen Grenze brachte.
Das Ritual: Zur Absicherung wurde bei jeder Übergabe ein obligatorisches Beweisfoto von uns gemacht – die Auftraggeber wollten sichergehen, dass wir wohlbehalten «übergeben» wurden! 😄 Die Grenze: Den Grenzübergang erledigten wir zu Fuss. Die Visa-Formalitäten auf der kambodschanischen Seite waren in rekordverdächtigen 15 Minuten erledigt. Preis-Leistung: Für die gesamte Organisation (Boot und zwei Privatfahrer) haben wir für uns beide nur CHF 60 bezahlt – ein unschlagbarer Preis für diesen Komfort.
Ankunft im Paradies: La Plantation Villa In der La Plantation Villa angekommen, wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang begrüsst. Die Anlage mit ihren vier Villen und dem grossen, schönen Pool ist ein Juwel.
🌶️ 9. Januar: Ein Fest für die Sinne in La Plantation Heute stand alles im Zeichen des berühmten Kampot-Pfeffers. Als grosse Pfeffer-Liebhaberin kam ich voll auf meine Kosten: Die Führung: Wir erhielten eine äusserst spannende und lehrreiche Tour durch die Plantage. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Handarbeit und Tradition in jedem einzelnen Korn steckt. Die Degustation: Das Highlight war die Verkostung am Ende. Die verschiedenen Aromen und Schärfegrade zu erschmecken, war eine tolle Erfahrung.
Exklusivität: Da wir aktuell die einzigen Gäste sind, genossen wir am Abend ein Privat-Dinner in absoluter Ruhe – ein krasser Gegensatz zum wuseligen Vietnam!
🛺 10. Januar: Kolonialer Charme und die Krabben von Kep
Heute haben wir uns ein Tuk-Tuk geschnappt und die Region erkundet. Unser Fahrer sprach hervorragendes Englisch, was den Ausflug besonders interessant machte, da er uns viel über seine Heimat erzählen konnte.
Kampot: Ein Hauch von Frankreich Wir waren sehr positiv überrascht, wie hübsch und gepflegt Kampot ist. Man spürt an jeder Ecke, dass die Franzosen hier einen Sinn für Ästhetik und Charme hinterlassen haben. Die alten Kolonialbauten am Flussufer verleihen der Stadt eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Lustigerweise haben wir mitten in Kambodscha sogar ein Schweizer Restaurant 🇨🇭 entdeckt – ein Stück Heimat in der Ferne!
Natur pur im Nationalpark Zwischen den Städten machten wir einen Abstecher in den Kep-Nationalpark. Die Fahrt durch das üppige Grün und die Ruhe dort waren ein toller Kontrast zum Küstentreiben.
Kep und der legendäre Krabbenmarkt In Kep besuchten wir den berühmten Crab Market. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Körbe mit den frischen Krabben direkt aus dem Meer gezogen werden.
Wissenswertes über Kep: In den 1950er- und 60er-Jahren war Kep der exklusivste Badeort Kambodschas. Die Elite (und sogar der König) baute sich hier luxuriöse Villen im modernen Stil. Geister-Villen: Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden viele dieser Villen verlassen. Wenn man heute durch Kep fährt, sieht man noch immer die Ruinen dieser prachtvollen Häuser, die langsam vom Dschungel zurückerobert werden – ein sehr mystischer Anblick. Das Wahrzeichen: Die riesige Krabben-Statue, die im Meer vor der Küste thront, ist das meistfotografierte Motiv der Stadt.
Kulinarik: Kep ist weltweit bekannt für die Kombination aus frischen Meeresfrüchten und dem grünen Kampot-Pfeffer, den wir gestern auf der Plantage kennengelernt haben.
🏝️ Morgen: Auf nach Koh Russey Mit diesen schönen Eindrücken im Gepäck geht es morgen weiter ins Inselparadies. Wir fanden die Gegend hier wirklich ganz hübsch und sind gespannt, ob die Privatinsel diesen Standard halten kann.
🏝️ 5. Januar: Inselankunft mit Hindernissen Der Start auf Phú Quốc verlief eigentlich vielversprechend: Wir landeten sogar deutlich früher als geplant und der Shuttle-Service zum Hotel funktionierte reibungslos. Doch dann holte uns die Realität ein.
Die Klimaanlage und die Folgen Die Quittung für die laufende Klimaanlage vor zwei Nächten folgte prompt: Meine Nase läuft seither wie ein undichter Wasserhahn. Als wäre das nicht mühsam genug, haben mich in der letzten Nacht auch noch heftige Rückenschmerzen geplagt. Zum Glück sind wir mit unserer Reiseapotheke gut ausgestattet – ohne Schmerzmittel wäre an Schlaf nicht zu denken gewesen.
Camia Resort: Massive Abzocke beim Zimmer Vom Camia Resort sind wir leider massiv enttäuscht. Wir haben für stolze CHF 270 pro Nacht die Kategorie «Premium Deluxe Ocean View» gebucht. Was wir erhalten haben, ist ein gewöhnliches Doppelzimmer in der hintersten und untersten Ecke der Anlage. Den Ozean kann man in weiter Ferne erahnen. Nach all unseren Reiseerfahrungen müssen wir leider sagen: Das ist massive Abzocke. Ein kleiner Trost: Die Gartenanlage ist sehr gepflegt, die Restaurants bieten hervorragendes Essen und die beiden Pools sind top. Aber das Zimmer bleibt ein grosses Ärgernis.
Blick aus unserem Zimmer
6. Januar:Pläne für das Finale Trotz der angeschlagenen Gesundheit haben wir heute Nägel mit Köpfen gemacht und unsere restliche Reise bis zum Ende durchgeplant.
🚠 7. Januar: Kitschiges Panorama und eine Geisterstadt in Europa-Optik Heute haben wir uns den Süden der Insel angeschaut und dabei extreme Kontraste erlebt – von atemberaubender Natur bis hin zu skurrilen Bauprojekten.
Die spektakulärste Seilbahnfahrt Gegen 10 Uhr starteten wir unser Abenteuer mit dem Hon Thom Cable Car. Die Fahrt war schlichtweg «cool». Der Ausblick aus der Gondel über die unzähligen bunten Fischerboote im Wasser war so perfekt, dass er fast schon kitschig wirkte.
Am Ziel auf der Insel Hon Thom angekommen, war die Ernüchterung jedoch gross: Ausser einem riesigen Aquapark und unzähligen Essensständen gibt es dort momentan nur riesige Baustellen. Man ist quasi «gefangen» und kann die Insel nicht wirklich weiter erkunden. Deshalb machten wir uns nach einem kurzen Blick schnell wieder auf den Rückweg.
Sunset Town: Ein schönes, aber seelenloses Venedig Wieder auf dem Festland, erkundeten wir Sunset Town. Die Stadt ist ein faszinierendes Phänomen: Sie ist komplett künstlich angelegt und erinnert an europäische Metropolen wie Venedig, Rom oder Barcelona. Alles ist hübsch herausgeputzt, wirkt aber total seelenlos. Rund 80 % der Gebäude stehen leer oder sind innen noch im Rohbau. Ausser ein paar russischen Touristen waren wir dort fast alleine unterwegs – eine bizarre Geisterstadt-Atmosphäre.
Phu Quoc Brew HouseKiss Bridge
Zahlen & Fakten zum Projekt:
Die Seilbahn: Sie hält den Weltrekord als längste 3-Seil-Bahn der Welt mit einer Gesamtlänge von exakt 7’899,9 Metern. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten pro Weg.
Sunset Town (Sun Premier Village Primavera): Dieses Mammutprojekt wurde von der Sun Group entwickelt. Es umfasst hunderte von Gebäuden im mediterranen Stil. Ziel war es, ein „Stück Italien“ nach Vietnam zu bringen – inklusive eines Glockenturms, der dem Markusturm in Venedig nachempfunden ist.
Kiss Bridge: Die markante Brücke, die ihr sicher gesehen habt, ist so konstruiert, dass sich die zwei Enden in der Mitte fast berühren – ein beliebter Spot für Hochzeitsfotos, der das Herzstück dieser künstlichen Welt bildet.
Auf der Insel gibt es mehrere solche „Disneylands“ wie:
Grand World Phu Quoc, hier wurde Venedig nachgebaut inkl. Gondeln.
Vinpearl Safari Phú Quốc, mit allen grossen Tieren aus Afrika!
Da die Insel nicht besonders schön ist, kann ich es nachvollziehen, dass man mit solchen Inszenierungen die Touristen begeistern möchte. Wir sind hier weil es für uns die einfachste Möglichkeit ist nach Kambodscha einzureisen.
🇰🇭 Ausblick: Aufbruch nach Kambodscha Morgen, am 8. Januar, verlassen wir Vietnam. Das nächste grosse Abenteuer wartet: Fähre: von Phú Quốc nach Ha Tien. Grenzübergang: wir werden von einem Privatfahrer erwartet, der uns bis an die Grenze zu Kambodscha bringt. Ein anderer Fahrer soll uns nach der Grenze abholen und zu der Unterkunft bringen. Ziel: La Plantation Villa zwischen Kep und Kampot.
🚐 2. Januar: Mit dem Minibus ins Grüne Unsere Premiere mit dem lokalen Transportmittel verlief absolut reibungslos. Die Fahrt im Minibus war pünktlich und angenehm, sodass wir bereits vor 14 Uhr in unserer neuen Oase ankamen.
Was wir auf der Fahrt von Ho Chi Minh City nach Can Tho besonders genossen haben und was unbedingt erwähnt werden muss: Die Landschaft war einfach traumhaft. Wir sind durch wunderschöne, saftig grüne Reisfelder gefahren, die sich bis zum Horizont erstreckten. Dazwischen immer wieder riesige Palmenplantagen, die das typische Bild des Mekong-Deltas prägen. Diese Fahrt war ein echter Genuss für die Augen und hat uns gezeigt, wie fruchtbar und lebendig diese Region ist.
Rückzugsort im Phi Yến Eco Resort Wir haben das Phi Yến Eco Resort bezogen und sind begeistert: Die Anlage ist sehr gepflegt und schön angelegt. Wir bewohnen ein grosses, funktionales und vor allem sauberes Zimmer in einem der Doppelhäuser. Das absolute Highlight ist unsere Terrasse direkt am Wasser. Mit den bequemen Liegebetten ist es der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen und die friedliche Atmosphäre des Deltas aufzusaugen.
🛶 3. Januar: Sonnenaufgang und Markttreiben auf dem Mekong Heute hiess es früh aufstehen: Bereits um 05:30 Uhr starteten wir unsere private Bootstour zum Cai Rang Floating Market.
Morgendliche Idylle und das Erwachen des Flusses Die Hinfahrt war fast schon magisch. Es war noch dunkel, und die friedliche Stille auf dem Mekong wurde nur vom rhythmischen Tuckern unseres Bootsmotors unterbrochen. Um 06:15 Uhr kündigte sich der Tag an. Da es etwas bewölkt war, zeigte sich der Sonnenaufgang zwar eher dezent, aber die Lichtstimmung auf dem Wasser war trotzdem besonders.
Cai Rang: Spektakel und Abgase Am Markt angekommen, tauchten wir in eine andere Welt ein. Der Floating Market ist mittlerweile eine riesige Touristenattraktion. Gefühlt tausend Boote tummelten sich auf dem Wasser. Die vielen Motoren stiessen enorm viele Abgase aus, was die Luft zeitweise recht dick machte. Nichtsdestotrotz war es faszinierend zu beobachten, wie die Waren von Boot zu Boot wanderten und wie geschäftig das Leben auf dem Fluss ist.
HochzeitKüche
Wir besuchten zudem eine Nudelfarm und bekamen einen Einblick in die traditionelle Herstellung der Reisnudeln.
Abstecher in den Dschungel Zum Abschluss der Tour bogen wir in einen schmalen, verwachsenen Kanal ab. Hier war es schlagartig ruhig. Überall saftiges Grün und Palmen, die über das Wasser ragten – ein wunderbarer Kontrast zum Trubel des Marktes.
Pünktlich zum Frühstück wurden wir zurück in unser Resort gebracht. Den Rest des Vormittags haben wir auf unserer Terrasse verbracht. Mit Blick auf den Garten und die üppige Umgebung lassen wir die Eindrücke des frühen Morgens Revue passieren. Ein sehr interessanter Ausflug, der uns trotz der vielen Touristen sehr gefallen hat!
🌏 Wissenswertes über den mächtigen Mekong Während wir auf unserer Terrasse sitzen und dem Fluss zuschauen, wird uns erst bewusst, welche Dimensionen dieser Strom hat: Gewaltige Länge: Mit rund 4’350 Kilometern ist der Mekong einer der längsten Flüsse der Erde. Er entspringt im tibetischen Hochland und durchfliesst sechs Länder (China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und schliesslich Vietnam). Geheimnisvolle Tiefe: Die Tiefe variiert extrem. Im Mekong-Delta ist er meist zwischen 10 und 20 Meter tief, aber in den schmalen Felsschluchten von Laos wurden Stellen mit bis zu 100 Metern Tiefe gemessen – dort leben auch die letzten der riesigen, seltenen Mekong-Riesenwelse. Warum ist er so braun? Die charakteristische «Milchkaffee-Farbe» ist kein Schmutz, sondern ein Zeichen für enorme Fruchtbarkeit. Der Fluss transportiert gewaltige Mengen an Sedimenten und nährstoffreichem Schlamm aus dem Himalaya und den Gebirgen von Laos bis hierher ins Delta. Ohne diesen Schlamm wäre Vietnam nicht einer der grössten Reisexporteure der Welt. Ebbe und Flut im Fluss: Obwohl wir uns hier tief im Landesinneren befinden, spürt man den Einfluss des Meeres deutlich. Das Mekong-Delta ist so flach, dass die Gezeiten des Südchinesischen Meeres das Wasser des Flusses täglich zweimal «aufstauen» (Flut) und wieder abfliessen lassen (Ebbe). Das führt dazu, dass der Mekong hier im Delta tatsächlich seine Fliessrichtung ändern kann!
🚲 4. Januar: Das Leben am Wasser – Perspektivwechsel auf zwei Rädern Heute haben wir die Boote gegen Fahrräder getauscht. Das Phi Yến Eco Resort hat uns netterweise gratis Räder zur Verfügung gestellt.
Obwohl die Räder technisch gesehen ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich hatten, erfüllten sie ihren Zweck: Wir sind etwa 20 Kilometer weit geradelt. Die Route führte uns direkt an den unzähligen Kanälen entlang. Es war eine tolle Gelegenheit, den Menschen hier ganz nah zu kommen und zu sehen, wie sie ihren Alltag am und auf dem Wasser gestalten.
Die tropische Sonne hat uns allerdings ordentlich eingeheizt. Da es sehr heiss war, haben wir uns gegen eine noch längere Tour entschieden und sind rechtzeitig in den Schatten zurückgekehrt. Es war die richtige Entscheidung, das Tempo der Hitze anzupassen – ganz im Sinne der lokalen Lebensweise.
✈️ Ausblick: Ab auf die Insel – Flug nach Phú Quốc Morgen, am 5. Januar, verlassen wir das Festland und den Mekong. Es geht auf die grösste Insel Vietnams: Phú Quốc.
🇻🇳 30.12. – 2.1.: Von der Beschaulichkeit in die Megacity Der Flug mit Lao Airlines verlief ruhig. Übrigens eine ganz sympathische Airline mit gutem Service! Bereits aus der Luft konnten wir einen ersten Blick auf Vietnam werfen: Alles wirkte erstaunlich entwickelt und aufgeräumt – ganz anders, als wir es nach unseren Erfahrungen in Laos erwartet hatten.
Geduldsprobe am Flughafen Die Einreise am Flughafen Tan-Son-Nhat forderte unsere Geduld: Fast zwei Stunden standen wir an der Passkontrolle an. Es waren nur wenige Schalter geöffnet, während die Passagiermassen immer weiter anwuchsen. Doch das Warten hat sich gelohnt.
Das geordnete Chaos von Saigon Mit einem Grab-Taxi fuhren wir mitten in die Stadt. Was für ein Anblick! Die unglaubliche Anzahl an Motorrädern ist überwältigend. Doch trotz der schieren Masse herrscht eine ganz eigene, faszinierende Ordnung – von Chaos keine Spur, alle kommen wunderbar miteinander aus. Besonders beeindruckt hat uns die Sauberkeit: Für eine Stadt mit knapp 9 Millionen Menschen ist es bemerkenswert geordnet. Chapeau, Ho Chi Minh City!
Eine Suite mit Weitsicht Unser Hotel ist ein Volltreffer. Wir bewohnen eine Ecksuite ,🎬 im 17. Stock und der Blick über die glitzernde Skyline der Stadt ist schlichtweg atemberaubend. Hier lässt es sich aushalten!
Kulinarik in geschichtsträchtigem Ambiente Beim ersten Spaziergang lernten wir schnell: Das Überqueren der Strassen als Fussgänger ist eine Kunst für sich und braucht Mut! Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Nachtessen im Hof einer ehemaligen Opium-Fabrik (The Refinery). Das Essen im Restaurant Hoa Túc Saigon war vorzüglich, die Bedienung hochprofessionell und effizient – ein Quantensprung in Sachen Servicequalität.
🎆 Silvester 2025 & Neujahr 2026: Logenplatz über Saigon Den letzten Tag des Jahres haben wir genutzt, um die vielen Gesichter von Ho Chi Minh City zu Fuss zu entdecken. Entdeckungen in der Grossstadt Wir sind einfach durch die Strassen geschlendert und haben dabei viele «herzige» Ecken wie die Book Street entdeckt – eine charmante Oase der Ruhe voller Bücher und kleiner Cafés. Auch die modernen Shoppingcenter und Food Courts haben wir unter die Lupe genommen. Alles wirkt topmodern und äusserst gepflegt. Das hat uns so gut gefallen.
Ein Festmahl und «Milliarden» Menschen Vor dem grossen Jahreswechsel gönnten wir uns ein exzellentes Nachtessen im Vietnam House Restaurant. Die Qualität war hervorragend und ein würdiger Abschluss für das alte Jahr. Draussen auf den Strassen herrschte der Ausnahmezustand: Gefühlt tummelten sich «Milliarden» von Menschen, um den Countdown zu feiern. Feuerwerk aus der ersten Reihe Pünktlich zum Jahreswechsel zogen wir uns in unsere Suite zurück. Mit einer kleinen Flasche Champagner belegten wir unsere Logenplätze im 17. Stock. Wir hatten einen fantastischen Blick auf das 15-minütige Feuerwerk, das den Himmel über Saigon erleuchtete. Ein magischer Moment ohne das Gedränge in den Strassen! Happy New Year 2026!
🏛️ 1. Januar: Geschichte, Markttreiben und moderne Foto-Manie Unser erster Tag im neuen Jahr führte uns tiefer in das Herz von Ho Chi Minh City. Historisches Saigon und versteckte Gassen Wir spazierten zum Wiedervereinigungspalast und genossen die weitläufigen, grünen Parks in der Umgebung – eine wahre Wohltat in dieser Metropole.
Auf dem Rückweg liessen wir uns durch die engen Gassen treiben und entdeckten dabei das Seafood House. Es ist beeindruckend zu sehen, wie lebendig und geschäftig es abseits der grossen Boulevards zugeht.
Markt-Trubel und Unterhaltung beim Kaffee Natürlich durfte ein Besuch im berühmten Ben-Thanh-Markt nicht fehlen.
Zur Erfrischung kehrten wir danach im Metropole Café ein. Die Drinks waren hervorragend, aber das eigentliche Spektakel war das «People Watching»: Wir wurden Zeugen einer permanenten Foto-Session von sechs Mädchen am Nachbartisch. Dass man ununterbrochen und stundenlang nur Fotos von sich selbst machen kann, war für uns fast schon grauenhaft anzusehen – aber definitiv unterhaltsam!
Den Rest des Tages haben wir entspannt an unserem Pool im 10. Stock verbracht, um die Beine hochzulagern.
🚐 Ausblick: Abenteuer Minibus nach Can Tho Morgen, am 2. Januar, beginnt für uns ein neues Kapitel der Fortbewegung. Wir fahren mit lokalen Minibus nach Can Tho im Mekong-Delta. Die Fahrt sollte 3 Stunden dauern.
🚗 29. Dezember: Abschied vom treuen Mahindra und Kolonialflair in Pakse Heute hiess es Abschied nehmen von unserem fahrbaren Untersatz. Wir sind bereits gegen Mittag in Pakse angekommen, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Die Stadt zwischen zwei Flüssen Pakse ist die Hauptstadt der Provinz Champasak und liegt strategisch günstig am Zusammenfluss von Mekong und Sedone. Eindruck: Im Vergleich zu vielen anderen Orten, die wir in Laos gesehen haben, wirkt Pakse deutlich aufgeräumter und sauberer. Atmosphäre: Die Stadt wurde 1905 von den Franzosen gegründet, was man heute noch an der charmanten Kolonialarchitektur sieht. Sie gilt als das wirtschaftliche Zentrum Süduaostasiens, wirkt aber trotzdem angenehm entspannt.
Vorbereitungen für den Jahreswechsel Während Stefan sich beim Barber für Silvester vorbereitet hat (die Frisur sitzt!), haben wir unser Quartier im Hotel Athena bezogen. Ein wunderschönes Haus im Kolonialstil, das uns sofort begeistert hat. Nach dem gestrigen Desaster ist dies die perfekte Entschädigung.
Abschied vom Mahindra Die Autoabgabe verlief absolut reibungslos. Unser Mahindra war die perfekte Wahl für diese Reise: Er hat uns treu über die schlimmsten Schlaglochpisten und durch den tiefsten Staub getragen. Ohne diesen robusten Wagen hätten wir viele der abgelegenen Orte nie so sicher erreicht.
Planung ist alles Jetzt geniessen wir das süsse Nichtstun am Pool. Es ist ein befreiendes Gefühl: Alles bis zum 8. Januar ist durchgeplant und organisiert. Wir müssen uns um nichts mehr kümmern, ausser pünktlich am Gate zu stehen. Wir sind gespannt, wie wir ohne den Mahindra vorankommen – der Wechsel auf lokale Transportmittel wird sicher ein neues Abenteuer!
✈️ Ausblick: Aufbruch nach Vietnam Morgen Vormittag, am 30. Dezember, heben wir mit Lao Airlines ab. Das Ziel: Ho Chi Minh City. Vom Dorf in die Megacity: Wir tauschen die Beschaulichkeit von Laos gegen das wuselige Saigon mit seinen Millionen von Rollern. Silvester in Vietnam: Wir werden den Jahreswechsel in einer der lebendigsten Städte Asiens erleben – ein krasser Gegensatz zur Stille am Mekong!
☕ 27. Dezember: Kaffee-Kultur und Enttäuschung Der Aufbruch zum Bolaven-Plateau begann vielversprechend. Wir tauchten ein in die Welt des laotischen Kaffees und besuchten Mr. Vieng’s Coffee Homestay. Die Führung durch die Plantage war äusserst informativ – es ist faszinierend zu sehen, was nötig ist bis zu einer Tasse Kaffee.
ArabicaWeibliche Kaffeebohne (sind immer 2 drin)
Danach standen die ersten Wasserfälle auf dem Programm: Tad Hang und Tad Lo. Beide waren nett anzusehen und boten eine schöne Kulisse für den Start unserer Plateau-Tour.
Die Ankunft in unserer Unterkunft, SABAIDEE VALLEY Resort, war leider ein Albtraum. OmG, unser Zimmer wurde seit einer Ewigkeit nicht geputzt! Überall Staub, Flecken und eine abgestandene Luft. Als wir lüften wollten, zerbröselten uns fast die Fenster in den staubverklebten Rahmen. Die Krönung: Eine Badewanne voller Ameisen, die wir erst einmal mit Mückenspray bekämpfen mussten. Die ganze Anlage wirkt ungepflegt – einzig der Pool ist neuer und sauber und rettet uns den Aufenthalt einigermassen.
🌊 28. Dezember: Spektakuläre Fälle und Pool-Flucht Heute haben wir das Beste aus der Situation gemacht und sind zu den berühmten Wasserfällen der Region aufgebrochen: Tad Fane: Der imposante Doppel-Wasserfall, der über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Ein gewaltiger Anblick!
Tad Gneuang (Yuang): Dieser Wasserfall hat uns viel besser gefallen. Nicht nur der Fall selbst ist schön, sondern die gesamte Umgebung lädt viel mehr zum Verweilen ein und wirkt gepflegter als die touristische Abfertigung an anderen Orten.
Den Rest des Tages haben wir sicherheitshalber am Pool verbracht – dort ist es sauberer als im Zimmer. Wir zählen bereits die Stunden und freuen uns riesig auf die morgige Abreise aus diesem „Gruselkabinett“.
🎄 24. Dezember: Heiligabend am Mekong – Von der Piste ins Paradies
Der heutige Tag war geprägt von der längsten Fahretappe unserer Reise: 365 Kilometer von Thakhek nach Champasak.
Der Start war typisch laotisch: Die Strasse war anfangs katastrophal, was uns nach den letzten Tagen aber kaum noch überraschte. Doch dann geschah das Wunder – der Belag wurde gut! Ein echter Segen waren die thailändischen PTT-Tankstellen entlang der Route. Die dortigen Amazon Cafés sind für uns zu kleinen Rettungsinseln geworden; der gute Kaffee und die erfrischenden Getränke haben die langen Stunden im Auto deutlich angenehmer gemacht.
Punkt 17 Uhr haben wir unser Ziel erreicht und was sollen wir sagen: Das The River Resort ist ein Traum. Es liegt inmitten eines weitläufigen Naturparks direkt am Ufer des Mekong. Wir bewohnen den oberen Teil einer Villa und haben das Privileg, direkt vom Bett aus auf den majestätischen Fluss zu schauen. Ein Ausblick, den man so schnell nicht vergisst.
Weihnachten unter Palmen Unseren Heiligabend haben wir ganz entspannt im Hotel-Restaurant verbracht. Bei sommerlichen 28 Grad und dem Rauschen des Mekong im Hintergrund war es ein ganz besonderes Fest. Fernab von Kälte und Stress haben wir die Ruhe und das gute Essen genossen.
🏛️ 25. Dezember: Weihnachtsruhe und die Wiege der Khmer-Kultur
Nach einer herrlich ruhigen Nacht – ganz ohne die übliche Geräuschkulisse aus Karaoke oder Strassenlärm – starteten wir tiefentspannt mit einem Frühstück am Pool in den Weihnachtstag. Wir haben uns so in die Ruhe und den Ausblick verliebt, dass wir unseren Aufenthalt im Resort spontan um eine Nacht verlängert haben. Wir bleiben also bis Samstag!
Vat Phou: Ein Hauch von Angkor in Laos Wir haben die beeindruckende Tempelanlage Vat Phou besucht. Es ist faszinierend, wie sich die Anlage den Hang des Lingaparvata-Berges hinaufzieht. Auch wenn man auf dem Weg nach oben leider ständig der Kuhscheisse ausweichen muss (die heiligen Rinder nehmen ihre Freiheit hier sehr ernst!), ist die Anlage äusserst interessant. Der Blick von ganz oben über das Mekong-Tal ist schlichtweg atemberaubend und entschädigt für jeden mühsamen Schritt.
Wissenswertes über Vat Phou (UNESCO-Weltkulturerbe): Alter: Die Ursprünge reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück, die heute sichtbaren Ruinen stammen meist aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Damit ist Vat Phou älter als viele Tempel in Angkor Wat (Kambodscha). Bedeutung: Es war ein religiöses Zentrum des Khmer-Reiches. Ursprünglich wurde hier der Gott Shiva verehrt (Hinduismus), später wurde die Anlage zu einem buddhistischen Heiligtum umgewandelt.
🍽️ Weihnachtsfest Der Weihnachtsabend wurde durch ein echtes Highlight gekrönt: Wir waren in Soum Noum Restaurant in Champasak essen und hatten ein fantastisches Weihnachtsmenü. In der stimmungsvollen Atmosphäre konnten wir den Tag bei hervorragendem Essen Revue passieren lassen. Es war genau der richtige Rahmen, um die Feiertage in der Ferne zu zelebrieren – weit weg vom Trubel, dafür mit viel Genuss.
☀️ 26. Dezember: Die Kunst des Nichtstuns Heute ist der grosse Tag der Erholung. Nach den vielen Erlebnissen am Vat Phou und den tausenden Schlaglöchern der letzten Wochen schalten wir nun ganz bewusst einen Gang zurück. Programm: Chillen am Pool. Aussicht: Der Mekong, der gemächlich an unserer Villa vorbeifliesst. Mission: Die Ruhe des Resorts in vollen Zügen einsaugen, bevor es morgen wieder auf Achse geht.
🏍️ 22. Dezember: Stausee-Idylle und das grosse Schlagloch-Finale Die Schlussetappe des Loops nach Thakhek war eine Reise der Gegensätze. Wir haben heute wieder einmal erlebt, wie unberechenbar das Reisen in Laos sein kann.
Der erste Teil der Strecke war ein Genuss: Sehr gute Strassen fast ohne Verkehr und eine friedliche Atmosphäre. Wir sind durch die Gegend gefahren, wo für einen riesigen Stausee (Nam Theun 2) grosse Flächen geflutet wurden. Die aus dem Wasser ragenden, abgestorbenen Bäume erzeugen eine ganz eigene, mystische Stimmung. Auch wenn wir die dort lebenden Elefanten leider nicht zu Gesicht bekommen haben, war die Ruhe auf diesem Abschnitt herrlich.
Das 40-Kilometer-Chaos Dann zeigte Laos wieder sein anderes Gesicht: Wenn die Laoten etwas kaputt machen, dann richtig! Die letzten 40 Kilometer vor Thakhek waren eine absolute Katastrophe. Für dieses kurze Stück haben wir stolze 1,5 Stunden gebraucht. Es war eine ziemliche Tortur für Mensch und Maschine, bis wir uns endlich durch den Kraterparcours gekämpft hatten.
Oase im „Iglo“ Die Belohnung wartete in Thakhek auf uns: Wir haben unser „Iglo“ bezogen – eine wirklich tolle und aussergewöhnliche Unterkunft inmitten eines wunderschönen Palmengartens. Nach dem Staub der Strasse ist dieser grüne Rückzugsort genau das Richtige.
Erster Eindruck von Thakhek Thakhek gefällt uns auf Anhieb besser als die bisherigen Städte. Es wirkt freundlicher, es gibt deutlich weniger Staub und – man glaubt es kaum – es gibt sogar Trottoirs! Es tut gut, wieder einmal entspannt ein paar Schritte zu Fuss gehen zu können.
🛕23. Dezember: Spirituelle Einblicke und Vorbereitungen Heute stand im Zeichen der Ruhe vor dem grossen Sturm (oder besser: der grossen Fahrt). Wir haben den Tag genutzt, um eines der bedeutendsten Heiligtümer der Region zu besuchen und uns logistisch auf den morgigen Tag vorzubereiten.
Wir sind zum Phathat Sikhottabong Stupa gefahren. Dieser vergoldete Stupa gilt als einer der heiligsten Orte des Landes. Viele Pilger waren da. Es ist ein lebendiger Ort, kein Museum, und das sieht man ihm an. Die ganze Anlage ist nicht gerade im rosigen Zustand.
Der Rest des Tages war der Vorbereitung gewidmet. Nach dem vielen Staub der letzten Tage haben wir das Auto waschen lassen und für die grosse Fahrt morgen getankt. Den Nachmittag geniessen wir jetzt ganz entspannt in unserem herrlichen Palmengarten bei unserem „Iglo“.
🚗 Ausblick: Morgen, am 24. Dezember, wartet die wohl grösste fahrerische Herausforderung der bisherigen Reise auf uns: 365 Kilometer von Thakhek bis nach Champasak.
🧗 21. Dezember: Adrenalin auf den Felsen und Panoramapause
Heute sind wir ein kurzes Stück zurückgefahren, um den Tag beim spektakulären The Rock ViewPoint zu verbringen. Die Interessen waren dabei klar verteilt:
Stefans Zip Line/ Kletterabenteuer Stefan hat sich heute für die sportliche Herausforderung entschieden und eine geführte Tour über die schroffen Kalksteinfelsen gebucht. Mit Ziplines und schwankenden Hängebrücken balanciert er hoch über dem Abgrund von Fels zu Fels. Für Fans von Höhe und Action ein absolutes Muss!
Entspannung mit Aussicht Für mich war klar: Das ist nichts für meine Nerven! Während Stefan also sein Abenteuer bestreitet, habe ich es mir am Viewpoint gemütlich gemacht. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick über das «Steinmeer» von Laos. Es ist der perfekte Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, Fotos zu machen und darauf zu warten, dass ein (hoffentlich) begeisterter Stefan von seinen Kletterpartien zurückkehrt.
🏍️ Ausblick: Weiter auf dem Loop nach Thakhek Morgen, am 22. Dezember, setzen wir unsere Reise fort. Es steht die Schlussetappe des berühmten Loops an, die uns bis nach Thakhek führt.
19./20. Dezember: Phonsavan – Pakxan – Kong Lor Cave, 213km & 169km
🚜 19. Dezember: Staub, Schlaglöcher und die Realität der Strasse Heute stand uns der Sinn nach Vorwärtskommen, aber die Strassen von Laos hatten andere Pläne. Die Fahrt nach Pakxan war eine echte Geduldsprobe.
Die Fahrt: Ein Slalom-Marathon Statt entspanntem Reisen hiess es heute: Schlaglöchern ausweichen. Die Piste war in einem katastrophalen Zustand und der allgegenwärtige Staub kroch durch jede Ritze. Solche Etappen gehören zur Realität in Laos dazu, zehren aber ordentlich an den Nerven.
An Sehenswürdigkeiten vorbei
Ankunft in Pakxan Um ehrlich zu sein: Pakxan wird nicht unser Lieblingsort. Die Stadt wirkt eher funktional und wenig einladend, und auch unsere Unterkunft war leider kein Glücksgriff (es gab kaum Auswahl). Manchmal erwischt man auf Reisen eben diese Orte, die man am liebsten schnell wieder im Rückspiegel sieht.
Der Lichtblick: Ein gutes Kaffee Den Tag gerettet hat uns ein nettes Kaffee, das wir glücklicherweise entdeckt haben. Gutes Essen und ein Moment der Ruhe in einer angenehmen Atmosphäre waren genau das, was wir nach der staubigen Fahrt gebraucht haben. Es ist oft diese eine gute Mahlzeit, die die Stimmung an so einem Tag wieder hebt
🚣 20. Dezember: Von der Flucht zum unterirdischen Abenteuer Nach einer sehr lauten Nacht und wenig Schlaf im Hotel in Pakxan gab es für uns am Morgen nur eines: Nichts wie weg! Wir sind früh aufgebrochen, um die staubige Stadt hinter uns zu lassen und in Richtung des berühmten «Loops» zu fahren.
Eine Strasse voller Überraschungen Die Fahrt Richtung The Rock Viewpoint hat uns positiv überrascht. Nachdem wir gestern nur mit Schlaglöchern gekämpft hatten, war die Strasse heute erstaunlich gut und lochfrei – zumindest bis kurz vor den Viewpoint, wo die Piste dann doch wieder ihren laotischen Charakter zeigte.
Beim View Point gingen wir den angelegten 20 minütigen Weg durch die Felsen und Jungle.
Das Highlight: Die Kong Lor Cave Da wir unsere Unterkunft in der Nähe der Höhle bereits um 14 Uhr erreichten, hielt uns nichts mehr zurück. Wir machten uns sofort auf den Weg zur Kong Lor Cave.
Es war ein absolut faszinierendes und abenteuerliches Erlebnis: 7,5 Kilometer ging es mit dem Longtail-Boot durch die tiefe Dunkelheit der riesigen Höhle.
Es war echte Teamarbeit gefragt: An den flachen Stellen mussten wir mithelfen, das Boot über die Sandbänke zu heben, bevor die Fahrt weitergehen konnte.
Nach der Durchquerung der gesamten Höhle ging es denselben Weg durch das unterirdische System wieder zurück.
Gemütlicher Ausklang Nach diesem Adrenalinkick am Nachmittag war die warme Dusche in unserer Holzhütte eine wahre Wohltat. Den Tag haben wir bei einem sehr guten Nachtessen direkt in unserer Unterkunft ausklingen lassen. Ein krasser Gegensatz zum gestrigen Tag und ein absoluter Höhepunkt unserer Reise!