Schlagwort-Archive: Koh Chang

Koh Chang, Elefanteninsel

🏝️ 23. Januar: Landung im Inselparadies Koh Chang
Nach einem entspannten und kurzen Flug mit Bangkok Airways landeten wir auf dem wohl charmantesten und kleinsten Flughafen unserer Reise in Trat. Alles unter freiem Himmel, unkompliziert und blitzschnell.

Das über Facebook reserviertes Auto, Toyota Yaris wartete bereits. Die Formalitäten erledigten wir direkt auf dem Parkplatz – thailändische Effizienz vom Feinsten!
Wir hatten unglaubliches Timing und konnten ohne Wartezeit direkt auf die Fähre fahren. Kurze Zeit später rollten wir bereits auf den Asphalt von Koh Chang.
Die Warnungen waren nicht übertrieben – die Strassen sind extrem steil und die Kurven haben es in sich. Aber unser Yaris schlägt sich wacker.

Nest Sense Resort:
Unser Resort im ruhigeren, unteren Drittel der Insel ist ein Volltreffer. Wir bewohnen eine Villa in der ersten Reihe mit eigenem Pool. Der Blick auf das Meer ist unverbaut und der erste Sonnenuntergang, den wir direkt vom eigenen Pool aus genossen haben, war schlichtweg grandios. Ein Einstand nach Mass!

🐘 Wissenswertes über Koh Chang
Die Elefanteninsel: „Koh Chang“ bedeutet übersetzt tatsächlich Elefanteninsel. Der Name stammt jedoch nicht von wilden Elefanten (die es hier ursprünglich gar nicht gab), sondern von der Form der Insel, die an den Kopf eines liegenden Elefanten erinnert.
Sie ist die drittgrösste Insel Thailands (nach Phuket und Koh Samui). Etwa 70 % der Insel bestehen aus unberührtem Regenwald und steilen Bergen, die Teil des Mu Ko Chang Nationalparks sind.
Der Berg Khao Salak Phet ragt stolze 744 Meter in die Höhe – das erklärt, warum die Strassen so steil sind!
Da die Insel so bergig ist, wird das Trinkwasser oft aus den Bergen gewonnen. Es gibt zahlreiche versteckte Wasserfälle im Inneren.
Während der Norden (nahe der Fähre) sehr touristisch und belebt ist, wird es Richtung Süden (wo wir sind) immer ruhiger, grüner und ursprünglicher.

🧺 24. Januar: Stelzenhäuser und Pool-Idylle
Heute haben wir einen Gang zurückgeschaltet und den Tag ganz ohne Zeitdruck genossen.
Der Morgen begann ganz pragmatisch mit dem Waschen der Wäsche – auch das gehört dazu, wenn man so lange unterwegs ist wie wir.
Danach machten wir einen Ausflug zum südlichen Ende der Strasse. Das Fischerdorf Bang Bao ist faszinierend; es ist fast komplett auf Stelzen in die Bucht gebaut. Der Spaziergang entlang der schmalen Gänge zwischen den Häusern, Läden und Restaurants direkt über dem Wasser war sehr charmant.

Den Rest des Tages haben wir in vollen Zügen in unserem Resort genossen. Unser privater Pool in der ersten Reihe ist einfach zu verlockend, um ihn lange zu verlassen.

🌿 25. Januar: Expedition in den wilden Osten
Heute haben wir die steilen Kurven hinter uns gelassen und die flachere, grüne Ostseite der Insel erkundet. Hier dominieren Plantagen und eine angenehm breite Strasse, die fast schon ungewohnt entspannt zu befahren ist.

Die Ostküste von Koh Chang ist wirklich eine ganz andere Welt – viel ursprünglicher, flacher und weniger touristisch als die Westküste. Es ist, als ob man auf einer völlig anderen Insel wäre.

Die Mangroven-Wälder: Wir haben gleich zwei Projekte besucht:
Salak Khok Mangrove Forest: Dieser Pfad hat uns sehr gut gefallen. Die Bäume sind riesig und der lange Steg führt tief in das Ökosystem hinein.
Salak Phet Mangrove Forest: Leider mussten wir feststellen, dass beide Anlagen kaum gepflegt werden – ein trauriger Anblick für solch schöne Naturprojekte. Dass kein Eintritt verlangt wird, erklärt wohl den Zustand, ist aber dennoch schade.

Ein echtes Highlight war unsere Pause in Aoy’s Little Farm & Bakery. Bei frischen Säften und einem hervorragenden Cheesecake genossen wir den traumhaften Blick über Palmen hinweg auf das Meer. Ein Ort zum Verweilen!

Pooltime: Den Nachmittag verbrachten wir wieder in unserer Villa im Nest Sense. Den Kontrast zwischen dem aktiven Vormittag und der privaten Pool-Idylle geniessen wir sehr.

🌴 26. Januar: Ruhepol im Insel-Kontrast
Der heutige Vormittag begann ganz entspannt mit Stefans morgendlichem Schwimmen (ich kann nicht schwimmen 😕), gefolgt von einem exzellenten À-la-carte-Frühstück. Der Blick vom Hotelrestaurant über die Palmen auf das glitzernde Meer ist einfach wie ein Gemälde – man kann sich kaum daran sattsehen.

Nach dem Frühstück machten wir einen kleinen Spaziergang. Das nahegelegene Dorf wirkt deutlich herabgekommener als die Orte im Norden. Wir sahen viele verfallene Häuser und geschlossene Restaurants. Es ist eine seltsame Mischung aus Stillstand und dem Mut neuer Resorts, die versuchen, dem Trend entgegenzuwirken.
Es sind spürbar wenig Touristen unterwegs. Überrascht hat uns jedoch die starke Präsenz russischer Gäste – dass es hier auf Koh Chang sogar eine russisch-orthodoxe Kirche gibt, zeigt deutlich, wie gross diese Community in Südostasien mittlerweile ist.

Zurück im Resort genossen wir die Ruhe bei einem Hibiskus-Jus und einem Mango-Smoothie, bevor es wieder in unseren privaten Pool ging. Wir sind uns einig: Das Nest Sense war die perfekte Wahl – ruhig, sauber und wunderschön. Wir haben diese drei Tage in vollen Zügen genossen.

🏙️ Ausblick: Das Finale in Bangkok
Morgen, am 27. Januar, lassen wir die Inselfriedlichkeit hinter uns und tauschen Wellenrauschen gegen Grossstadtgeflüster.
Zuerst geht es mit dem Toyota Yaris zurück zur Fähre, dann zum Flughafen Trat und mit dem kurzen Hüpfer von Bangkok Airways zurück in die Metropole.
Bangkok wartet darauf, von uns „unsicher gemacht“ zu werden!