Archiv der Kategorie: Reise

Siem Reap

✈️ 15. Januar: Flug in den Norden – Von der Küste zu den Tempeln

Heute hiess es Abschied nehmen von unserem Inselparadies auf Koh Russey. Die Reise führte uns zurück zum Festland und weiter zum Flughafen Sihanoukville (KOS).
Mit Air Cambodia ging es in einem kurzen, angenehmen Flug direkt nach Siem Reap. Der Kontrast könnte nicht grösser sein – von der absoluten Ruhe der Privatinsel hinein in das pulsierende, geschichtsträchtige Herz Kambodschas.

Wir sind nun für vier Nächte im Viroth’s Hotel eingezogen. Wer Design liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Das Hotel ist eine Hommage an die 1950er-Jahre, kombiniert mit viel Grün und einer unglaublichen Liebe zum Detail.

Nach der Abgeschiedenheit auf Koh Russey geniessen wir jetzt den urbanen Luxus. Die Lage ist perfekt: ruhig genug zum Entspannen, aber nahe genug am Fluss und den kleinen Gassen von Siem Reap, um die Stadt zu Fuss zu erkunden.
Man merkt sofort, warum dieses Hotel so viele Auszeichnungen erhält – die Professionalität und Herzlichkeit sind auf einem ganz anderen Level. Nach dem Flug genossen wir die erste Erfrischung im Hotel.

🍽️ Ein kulinarischer Olymp: Embassy by Chef Kimsan
Bevor Stefan das Bett hüten musste, erlebten wir gestern Abend ein absolutes Highlight. Das Nachtessen im Embassy by Chef Kimsan war schlichtweg das beste und schönste kulinarische Erlebnis der gesamten Reise.
Die Küche: Es ist ein „Female-led“ Restaurant, das traditionelle Khmer-Küche auf Fine-Dining-Niveau hebt.
Das Erlebnis: Die Präsentation der Speisen und die Raffinesse der Aromen waren auf einem Level, das wir so noch nicht erlebt haben. Ein perfekter Start für Siem Reap!

🤒 16. Januar: Krankenlager und Stadterkundung
Heute sah die Welt leider etwas anders aus: Stefan hat es nun voll erwischt. Er verbrachte den Tag im Viroth’s mit seinen „neuen Freunden“ Paracetamol und Otrivin. Während er versuchte, die Erkältung auszuschlafen, habe ich mich alleine auf den Weg gemacht.

Siem Reap zu Fuss: Sauber, breit und heiss
Bei stolzen 32 Grad bin ich bis zum Königlichen Park (Royal Independence Gardens) gelaufen. Ich war sehr positiv überrascht:
Das Zentrum ist wunderschön herausgeputzt. Die Trottoirs sind breit und sehr sauber – man kann die Stadt wunderbar zu Fuss erkunden, was in asiatischen Städten ja keine Selbstverständlichkeit ist. Die Stadt hat einen tollen Vibe. Es gefällt mir hier ausgesprochen gut!

Den Nachmittag habe ich dann ruhig auf unserer Terrasse im Hotel verbracht. Ich habe regelmässig Tee gekocht – für Stefan zur Genesung. Das Viroth’s bietet dafür zum Glück den perfekten, stilvollen Rahmen.

🇰🇭 Wissenswertes über Siem Reap
Bedeutung des Namens: „Siem Reap“ bedeutet wörtlich übersetzt „Niederlage der Siamesen“. Der Name erinnert an einen Sieg der Khmer über das thailändische Königreich Ayutthaya im 16. Jahrhundert.
Vor hundert Jahren war Siem Reap kaum mehr als ein Dorf. Erst mit der „Wiederentdeckung“ von Angkor durch französische Forscher im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg zum Tourismus-Zentrum.
Der Fluss, der durch die Stadt fliesst, entspringt in den heiligen Kulen-Bergen. Die Uferpromenaden wurden kürzlich komplett renoviert und laden jetzt mit schönen Gehwegen und Beleuchtung zum abendlichen Spaziergang ein. Neben den modernen Einflüssen findet ihr im Stadtzentrum (rund um den Alten Markt) noch viele wunderschöne französische Kolonialbauten, die heute oft Cafés oder Galerien beherbergen.

Die Tempelstadt Angkor
400 km² ist die Gesamtfläche des archäologischen Parks von Angkor – er ist damit eines der grössten religiösen Monumente der Welt (etwa so gross wie das halbe Kanton Schwyz).
Über 1’000 Tempelruinen befinden sich im gesamten Areal, von winzigen Steinhaufen bis hin zum gigantischen Angkor Wat.
Forscher schätzen, dass Angkor im 12. Jahrhundert die grösste Stadt der Welt war, mit rund einer Million Einwohnern (zu einer Zeit, als London nur etwa 20’000 Einwohner hatte).
Der Gigant Angkor Wat
162 Hektar: Allein die Anlage von Angkor Wat umfasst diese Fläche.
5 Millionen Tonnen Sandstein wurde verbaut, um den Haupttempel zu errichten. Das ist fast so viel Material wie für die Cheops-Pyramide in Ägypten.
37 Jahre dauerte die Bauzeit (1113–1150 n. Chr.) unter König Suryavarman II.

🏛️ 17. & 18 Januar: Das steinerne Herz der Khmer
Dank Stefans schneller Genesung konnten wir das Herzstück Kambodschas in zwei Etappen erkunden. Mit unserem äusserst aufmerksamen Tuk-Tuk-Fahrer im Fahrtwind war die Hitze gut erträglich.

Die Touren im Überblick
Gestern (Kleine Tour, 09:00 – 15:00 Uhr): Wir besuchten die Klassiker wie Angkor Wat, den Bayon-Tempel mit seinen riesigen Gesichtern und den vom Dschungel verschlungenen Ta Prohm.

Heute, 18. Januar (Grosse Tour, 09:00 – 13:00 Uhr): Diese Runde führte uns zu den etwas entlegeneren, aber nicht minder beeindruckenden Tempeln wie Preah Khan und dem Wasser-Heiligtum Neak Pean.
Wir waren tief beeindruckt, wie gepflegt, sauber und hervorragend organisiert die gesamte Anlage ist. Ein echtes Weltkulturerbe!

💡 Fakten über die Tempel und Umgebung
Angkor Wat – Das Abbild des Universums: Er ist der einzige Tempel in Angkor, der nach Westen ausgerichtet ist. In der Khmer-Kultur ist Westen die Himmelsrichtung des Todes, weshalb man glaubt, dass Angkor Wat ursprünglich als Grabmal für König Suryavarman II. geplant war. Die fünf Türme symbolisieren die Gipfel des heiligen Berges Meru.
Angkor Thom & der Bayon: Die Stadt Angkor Thom war einst von einer 8 Meter hohen Mauer und einem Wassergraben umgeben, in dem angeblich Krokodile lebten. Der Bayon-Tempel in der Mitte beherbergt 216 lächelnde Gesichter, die in den Stein gemeisselt sind – egal wo man steht, man wird beobachtet!
Ta Prohm – Die Kraft der Natur: Dieser Tempel wurde absichtlich in dem Zustand belassen, in dem ihn die Entdecker vorfanden. Die gigantischen Würgefeigen und Kapokbäume, die die Mauern sprengen, zeigen eindrücklich, wie sich der Dschungel alles zurückholt, wenn der Mensch geht. Dieser Tempel diente als Kulisse für den Film Tomb Raider.
Das ausgeklügelte Wassersystem: Die Khmer waren Meister der Wasserwirtschaft. Die riesigen Becken (Barays), die ihr gesehen habt, dienten nicht nur religiösen Zwecken, sondern waren Teil eines komplexen Bewässerungssystems, das bis zu drei Reisernten pro Jahr ermöglichte und so die Millionenstadt Angkor ernährte.
Sandstein-Logistik: Der gesamte Sandstein für die Tempel wurde aus den etwa 50 km entfernten Kulen-Bergen herangeschafft. Man nutzte dafür Kanäle und tausende von Elefanten.

Uns hat es sehr gut hier gefallen! Morgen vormittags fliegen wir nach Bangkok.

Koh Russey oder Bamboo Island

🏝️ 12.-15. Januar: Exklusives Inselglück
Die 15-minütige Überfahrt, vorbei am luxuriösen Six Senses Resort, war der perfekte Vorgeschmack auf das, was uns erwartete. Der Empfang war herzlich, und wir wussten sofort: Hier sind wir richtig.

Die Insel ist richtig klein: etwa 2 Kilometer lang und an der breitesten Stelle misst sie ca. 600 bis 700 Meter. Auf der Ostseite ist noch ein anderes Resort welcher mit dichtem Dschungel von unserem Resort getrennt ist.

Besonderheit: wir konnten Flughunde beim bunten Treiben in einem hohen Baum beobachten. Da es sehr dunkel war und die Tiere sehr schnell unterwegs sind, konnte ich kein Foto machen 🤷🏻‍♀️.

Unser Ocean Pavillon: Ein Traum am Wasser
Wir bewohnen einen Ocean Pavillon, der einfach perfekt ist:
Lage: Tief im Schatten unter Bäumen und so nah am Wasser, dass wir nachts bei offenem Fenster dem Wellenrauschen lauschen können.
Design: Die Architektur ist wunderschön und modern, fügt sich aber harmonisch in die Natur ein. Besonders das durchdachte und praktische Beleuchtungssystem im Zimmer hat es uns angetan.
Privatsphäre: Unsere grosse Veranda mit Couch und Tisch ist der ideale Rückzugsort.

Fast allein im Paradies
Da aktuell nur sieben Gäste im Resort sind (drei Paare und ein Alleinreisender), fühlt es sich an, als gehöre die gesamte Anlage uns.
Kulinarik: Das Essen ist erstklassig. Da für ein Buffet zu wenig Gäste da sind, geniessen wir sowohl das Frühstück als auch das Abendessen à la carte – exklusiver geht es kaum.
Aktivitäten: Unser Rhythmus ist herrlich entspannt. Jeden Morgen laufen wir am 1,2 km langen Traumstrand entlang, nehmen den kleinen Wanderpfad und verbringen den Rest des Tages am Pool oder am Meer.

Upmarket-Experiment
Wir haben gerade richtig Lust spezielle und hochwertige Unterkünfte auszuprobieren. Da wir preislich nie über CHF 200 pro Nacht gehen, passt das Koh Russey Resort perfekt in unser Budget und ist definitiv eine der besten Unterkünfte, die wir je hatten. Es ist schlichtweg paradiesisch! 😉 Alle unsere weitere Unterkünfte sind im gleichen/ähnlichen Segment.


✈️ Ausblick: Am Donnerstag, 15. Januar, verlassen wir diese Idylle und fliegen nach Siem Reap. Damit beginnt das finale, grosse kulturelle Highlight unserer Reise.

Kampot

🇰🇭 8. Januar: Willkommen im Königreich der Wunder

Bevor wir die Grenze überschritten, haben wir uns ein wenig mit unserem neuen Gastland vertraut gemacht. Kambodscha ist ein Land voller Kontraste:
Das Erbe der Khmer: Das heutige Kambodscha ist der Nachfolger des mächtigen Khmer-Reiches, das einst weite Teile Südostasiens beherrschte. Davon zeugt heute vor allem das Nationalstolz-Symbol schlechtweg: Angkor Wat (das wir sogar auf der Nationalflagge finden).
Die junge Bevölkerung: Bedingt durch die tragische Geschichte der Roten Khmer in den 70er-Jahren ist Kambodscha heute eines der «jüngsten» Länder der Region – über 50 % der Menschen sind jünger als 25 Jahre.
Religion & Alltag: Der Theravada-Buddhismus prägt fast jeden Aspekt des Lebens. Überall sieht man die orangefarbenen Roben der Mönche und kleine Geisterhäuschen vor den Gebäuden.
Währungscuriosum: In Kambodscha zahlt man fast alles mit US-Dollar, bekommt aber bei Beträgen unter einem Dollar das Wechselgeld in der lokalen Währung Riel zurück. Man hat also immer zwei Währungen im Portemonnaie.
Gastfreundschaft: Kambodscha gilt oft als das Land mit dem herzlichsten Lächeln Südostasiens – eine Eigenschaft, die wir bereits bei unserem Grenzübergang spüren durften.

🛂 Der reibungslose Wechsel

Der Wechsel von Vietnam nach Kambodscha verlief viel schneller und entspannter als gedacht. Das Camia Resort hatte alles perfekt organisiert:
Die Reise: Zuerst ging es mit dem Boot in der okay First Class aufs Festland. Pünktlich angekommen, übernahm ein Fahrer, der uns bis zur kambodschanischen Grenze brachte.

Das Ritual: Zur Absicherung wurde bei jeder Übergabe ein obligatorisches Beweisfoto von uns gemacht – die Auftraggeber wollten sichergehen, dass wir wohlbehalten «übergeben» wurden! 😄
Die Grenze: Den Grenzübergang erledigten wir zu Fuss. Die Visa-Formalitäten auf der kambodschanischen Seite waren in rekordverdächtigen 15 Minuten erledigt.
Preis-Leistung: Für die gesamte Organisation (Boot und zwei Privatfahrer) haben wir für uns beide nur CHF 60 bezahlt – ein unschlagbarer Preis für diesen Komfort.

Ankunft im Paradies: La Plantation Villa
In der La Plantation Villa angekommen, wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang begrüsst. Die Anlage mit ihren vier Villen und dem grossen, schönen Pool ist ein Juwel.

🌶️ 9. Januar: Ein Fest für die Sinne in La Plantation
Heute stand alles im Zeichen des berühmten Kampot-Pfeffers. Als grosse Pfeffer-Liebhaberin kam ich voll auf meine Kosten:
Die Führung: Wir erhielten eine äusserst spannende und lehrreiche Tour durch die Plantage. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Handarbeit und Tradition in jedem einzelnen Korn steckt.
Die Degustation: Das Highlight war die Verkostung am Ende. Die verschiedenen Aromen und Schärfegrade zu erschmecken, war eine tolle Erfahrung.

Exklusivität: Da wir aktuell die einzigen Gäste sind, genossen wir am Abend ein Privat-Dinner in absoluter Ruhe – ein krasser Gegensatz zum wuseligen Vietnam!

🛺 10. Januar: Kolonialer Charme und die Krabben von Kep

Heute haben wir uns ein Tuk-Tuk geschnappt und die Region erkundet. Unser Fahrer sprach hervorragendes Englisch, was den Ausflug besonders interessant machte, da er uns viel über seine Heimat erzählen konnte.

Kampot: Ein Hauch von Frankreich
Wir waren sehr positiv überrascht, wie hübsch und gepflegt Kampot ist. Man spürt an jeder Ecke, dass die Franzosen hier einen Sinn für Ästhetik und Charme hinterlassen haben. Die alten Kolonialbauten am Flussufer verleihen der Stadt eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Lustigerweise haben wir mitten in Kambodscha sogar ein Schweizer Restaurant 🇨🇭 entdeckt – ein Stück Heimat in der Ferne!

Natur pur im Nationalpark
Zwischen den Städten machten wir einen Abstecher in den Kep-Nationalpark. Die Fahrt durch das üppige Grün und die Ruhe dort waren ein toller Kontrast zum Küstentreiben.

Kep und der legendäre Krabbenmarkt
In Kep besuchten wir den berühmten Crab Market. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Körbe mit den frischen Krabben direkt aus dem Meer gezogen werden.

Wissenswertes über Kep:
In den 1950er- und 60er-Jahren war Kep der exklusivste Badeort Kambodschas. Die Elite (und sogar der König) baute sich hier luxuriöse Villen im modernen Stil.
Geister-Villen: Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden viele dieser Villen verlassen. Wenn man heute durch Kep fährt, sieht man noch immer die Ruinen dieser prachtvollen Häuser, die langsam vom Dschungel zurückerobert werden – ein sehr mystischer Anblick.
Das Wahrzeichen: Die riesige Krabben-Statue, die im Meer vor der Küste thront, ist das meistfotografierte Motiv der Stadt.

Kulinarik: Kep ist weltweit bekannt für die Kombination aus frischen Meeresfrüchten und dem grünen Kampot-Pfeffer, den wir gestern auf der Plantage kennengelernt haben.


🏝️ Morgen: Auf nach Koh Russey
Mit diesen schönen Eindrücken im Gepäck geht es morgen weiter ins Inselparadies. Wir fanden die Gegend hier wirklich ganz hübsch und sind gespannt, ob die Privatinsel diesen Standard halten kann.

Die Phú Quoc Insel

🏝️ 5. Januar: Inselankunft mit Hindernissen
Der Start auf Phú Quốc verlief eigentlich vielversprechend: Wir landeten sogar deutlich früher als geplant und der Shuttle-Service zum Hotel funktionierte reibungslos. Doch dann holte uns die Realität ein.

Die Klimaanlage und die Folgen
Die Quittung für die laufende Klimaanlage vor zwei Nächten folgte prompt: Meine Nase läuft seither wie ein undichter Wasserhahn. Als wäre das nicht mühsam genug, haben mich in der letzten Nacht auch noch heftige Rückenschmerzen geplagt. Zum Glück sind wir mit unserer Reiseapotheke gut ausgestattet – ohne Schmerzmittel wäre an Schlaf nicht zu denken gewesen.

Camia Resort: Massive Abzocke beim Zimmer
Vom Camia Resort sind wir leider massiv enttäuscht. Wir haben für stolze CHF 270 pro Nacht die Kategorie «Premium Deluxe Ocean View» gebucht. Was wir erhalten haben, ist ein gewöhnliches Doppelzimmer in der hintersten und untersten Ecke der Anlage. Den Ozean kann man in weiter Ferne erahnen. Nach all unseren Reiseerfahrungen müssen wir leider sagen: Das ist massive Abzocke.
Ein kleiner Trost: Die Gartenanlage ist sehr gepflegt, die Restaurants bieten hervorragendes Essen und die beiden Pools sind top. Aber das Zimmer bleibt ein grosses Ärgernis.

6. Januar: Pläne für das Finale
Trotz der angeschlagenen Gesundheit haben wir heute Nägel mit Köpfen gemacht und unsere restliche Reise bis zum Ende durchgeplant.

🚠 7. Januar: Kitschiges Panorama und eine Geisterstadt in Europa-Optik
Heute haben wir uns den Süden der Insel angeschaut und dabei extreme Kontraste erlebt – von atemberaubender Natur bis hin zu skurrilen Bauprojekten.

Die spektakulärste Seilbahnfahrt
Gegen 10 Uhr starteten wir unser Abenteuer mit dem Hon Thom Cable Car. Die Fahrt war schlichtweg «cool». Der Ausblick aus der Gondel über die unzähligen bunten Fischerboote im Wasser war so perfekt, dass er fast schon kitschig wirkte.

Am Ziel auf der Insel Hon Thom angekommen, war die Ernüchterung jedoch gross: Ausser einem riesigen Aquapark und unzähligen Essensständen gibt es dort momentan nur riesige Baustellen. Man ist quasi «gefangen» und kann die Insel nicht wirklich weiter erkunden. Deshalb machten wir uns nach einem kurzen Blick schnell wieder auf den Rückweg.

Sunset Town: Ein schönes, aber seelenloses Venedig
Wieder auf dem Festland, erkundeten wir Sunset Town. Die Stadt ist ein faszinierendes Phänomen: Sie ist komplett künstlich angelegt und erinnert an europäische Metropolen wie Venedig, Rom oder Barcelona. Alles ist hübsch herausgeputzt, wirkt aber total seelenlos. Rund 80 % der Gebäude stehen leer oder sind innen noch im Rohbau. Ausser ein paar russischen Touristen waren wir dort fast alleine unterwegs – eine bizarre Geisterstadt-Atmosphäre.

Zahlen & Fakten zum Projekt:

  • Die Seilbahn: Sie hält den Weltrekord als längste 3-Seil-Bahn der Welt mit einer Gesamtlänge von exakt 7’899,9 Metern. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten pro Weg.
  • Sunset Town (Sun Premier Village Primavera): Dieses Mammutprojekt wurde von der Sun Group entwickelt. Es umfasst hunderte von Gebäuden im mediterranen Stil. Ziel war es, ein „Stück Italien“ nach Vietnam zu bringen – inklusive eines Glockenturms, der dem Markusturm in Venedig nachempfunden ist.
  • Kiss Bridge: Die markante Brücke, die ihr sicher gesehen habt, ist so konstruiert, dass sich die zwei Enden in der Mitte fast berühren – ein beliebter Spot für Hochzeitsfotos, der das Herzstück dieser künstlichen Welt bildet.

Auf der Insel gibt es mehrere solche „Disneylands“ wie:

  • Grand World Phu Quoc, hier wurde Venedig nachgebaut inkl. Gondeln.
  • Vinpearl Safari Phú Quốc, mit allen grossen Tieren aus Afrika!

Da die Insel nicht besonders schön ist, kann ich es nachvollziehen, dass man mit solchen Inszenierungen die Touristen begeistern möchte. Wir sind hier weil es für uns die einfachste Möglichkeit ist nach Kambodscha einzureisen.

🇰🇭 Ausblick: Aufbruch nach Kambodscha
Morgen, am 8. Januar, verlassen wir Vietnam. Das nächste grosse Abenteuer wartet:
Fähre: von Phú Quốc nach Ha Tien.
Grenzübergang: wir werden von einem Privatfahrer erwartet, der uns bis an die Grenze zu Kambodscha bringt. Ein anderer Fahrer soll uns nach der Grenze abholen und zu der Unterkunft bringen.
Ziel: La Plantation Villa zwischen Kep und Kampot.

Mekong Delta

🚐 2. Januar: Mit dem Minibus ins Grüne
Unsere Premiere mit dem lokalen Transportmittel verlief absolut reibungslos. Die Fahrt im Minibus war pünktlich und angenehm, sodass wir bereits vor 14 Uhr in unserer neuen Oase ankamen.

Was wir auf der Fahrt von Ho Chi Minh City nach Can Tho besonders genossen haben und was unbedingt erwähnt werden muss: Die Landschaft war einfach traumhaft. Wir sind durch wunderschöne, saftig grüne Reisfelder gefahren, die sich bis zum Horizont erstreckten. Dazwischen immer wieder riesige Palmenplantagen, die das typische Bild des Mekong-Deltas prägen. Diese Fahrt war ein echter Genuss für die Augen und hat uns gezeigt, wie fruchtbar und lebendig diese Region ist.


Rückzugsort im Phi Yến Eco Resort
Wir haben das Phi Yến Eco Resort bezogen und sind begeistert: Die Anlage ist sehr gepflegt und schön angelegt. Wir bewohnen ein grosses, funktionales und vor allem sauberes Zimmer in einem der Doppelhäuser. Das absolute Highlight ist unsere Terrasse direkt am Wasser. Mit den bequemen Liegebetten ist es der perfekte Ort, um die Seele baumeln zu lassen und die friedliche Atmosphäre des Deltas aufzusaugen.

🛶 3. Januar: Sonnenaufgang und Markttreiben auf dem Mekong
Heute hiess es früh aufstehen: Bereits um 05:30 Uhr starteten wir unsere private Bootstour zum Cai Rang Floating Market.

Morgendliche Idylle und das Erwachen des Flusses
Die Hinfahrt war fast schon magisch. Es war noch dunkel, und die friedliche Stille auf dem Mekong wurde nur vom rhythmischen Tuckern unseres Bootsmotors unterbrochen. Um 06:15 Uhr kündigte sich der Tag an. Da es etwas bewölkt war, zeigte sich der Sonnenaufgang zwar eher dezent, aber die Lichtstimmung auf dem Wasser war trotzdem besonders.

Cai Rang: Spektakel und Abgase
Am Markt angekommen, tauchten wir in eine andere Welt ein. Der Floating Market ist mittlerweile eine riesige Touristenattraktion. Gefühlt tausend Boote tummelten sich auf dem Wasser. Die vielen Motoren stiessen enorm viele Abgase aus, was die Luft zeitweise recht dick machte.
Nichtsdestotrotz war es faszinierend zu beobachten, wie die Waren von Boot zu Boot wanderten und wie geschäftig das Leben auf dem Fluss ist.

Wir besuchten zudem eine Nudelfarm und bekamen einen Einblick in die traditionelle Herstellung der Reisnudeln.

Abstecher in den Dschungel
Zum Abschluss der Tour bogen wir in einen schmalen, verwachsenen Kanal ab. Hier war es schlagartig ruhig. Überall saftiges Grün und Palmen, die über das Wasser ragten – ein wunderbarer Kontrast zum Trubel des Marktes.

Pünktlich zum Frühstück wurden wir zurück in unser Resort gebracht. Den Rest des Vormittags haben wir auf unserer Terrasse verbracht. Mit Blick auf den Garten und die üppige Umgebung lassen wir die Eindrücke des frühen Morgens Revue passieren. Ein sehr interessanter Ausflug, der uns trotz der vielen Touristen sehr gefallen hat!

🌏 Wissenswertes über den mächtigen Mekong
Während wir auf unserer Terrasse sitzen und dem Fluss zuschauen, wird uns erst bewusst, welche Dimensionen dieser Strom hat:
Gewaltige Länge: Mit rund 4’350 Kilometern ist der Mekong einer der längsten Flüsse der Erde. Er entspringt im tibetischen Hochland und durchfliesst sechs Länder (China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und schliesslich Vietnam).
Geheimnisvolle Tiefe: Die Tiefe variiert extrem. Im Mekong-Delta ist er meist zwischen 10 und 20 Meter tief, aber in den schmalen Felsschluchten von Laos wurden Stellen mit bis zu 100 Metern Tiefe gemessen – dort leben auch die letzten der riesigen, seltenen Mekong-Riesenwelse.
Warum ist er so braun? Die charakteristische «Milchkaffee-Farbe» ist kein Schmutz, sondern ein Zeichen für enorme Fruchtbarkeit. Der Fluss transportiert gewaltige Mengen an Sedimenten und nährstoffreichem Schlamm aus dem Himalaya und den Gebirgen von Laos bis hierher ins Delta. Ohne diesen Schlamm wäre Vietnam nicht einer der grössten Reisexporteure der Welt.
Ebbe und Flut im Fluss: Obwohl wir uns hier tief im Landesinneren befinden, spürt man den Einfluss des Meeres deutlich. Das Mekong-Delta ist so flach, dass die Gezeiten des Südchinesischen Meeres das Wasser des Flusses täglich zweimal «aufstauen» (Flut) und wieder abfliessen lassen (Ebbe). Das führt dazu, dass der Mekong hier im Delta tatsächlich seine Fliessrichtung ändern kann!

🚲 4. Januar: Das Leben am Wasser – Perspektivwechsel auf zwei Rädern
Heute haben wir die Boote gegen Fahrräder getauscht. Das Phi Yến Eco Resort hat uns netterweise gratis Räder zur Verfügung gestellt.

Obwohl die Räder technisch gesehen ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich hatten, erfüllten sie ihren Zweck: Wir sind etwa 20 Kilometer weit geradelt. Die Route führte uns direkt an den unzähligen Kanälen entlang. Es war eine tolle Gelegenheit, den Menschen hier ganz nah zu kommen und zu sehen, wie sie ihren Alltag am und auf dem Wasser gestalten.

Die tropische Sonne hat uns allerdings ordentlich eingeheizt. Da es sehr heiss war, haben wir uns gegen eine noch längere Tour entschieden und sind rechtzeitig in den Schatten zurückgekehrt. Es war die richtige Entscheidung, das Tempo der Hitze anzupassen – ganz im Sinne der lokalen Lebensweise.

✈️ Ausblick: Ab auf die Insel – Flug nach Phú Quốc
Morgen, am 5. Januar, verlassen wir das Festland und den Mekong. Es geht auf die grösste Insel Vietnams: Phú Quốc.

Ho Chi Minh City / Saigon

🇻🇳 30.12. – 2.1.: Von der Beschaulichkeit in die Megacity
Der Flug mit Lao Airlines verlief ruhig. Übrigens eine ganz sympathische Airline mit gutem Service! Bereits aus der Luft konnten wir einen ersten Blick auf Vietnam werfen: Alles wirkte erstaunlich entwickelt und aufgeräumt – ganz anders, als wir es nach unseren Erfahrungen in Laos erwartet hatten.

Geduldsprobe am Flughafen
Die Einreise am Flughafen Tan-Son-Nhat forderte unsere Geduld: Fast zwei Stunden standen wir an der Passkontrolle an. Es waren nur wenige Schalter geöffnet, während die Passagiermassen immer weiter anwuchsen. Doch das Warten hat sich gelohnt.

Das geordnete Chaos von Saigon
Mit einem Grab-Taxi fuhren wir mitten in die Stadt. Was für ein Anblick! Die unglaubliche Anzahl an Motorrädern ist überwältigend. Doch trotz der schieren Masse herrscht eine ganz eigene, faszinierende Ordnung – von Chaos keine Spur, alle kommen wunderbar miteinander aus. Besonders beeindruckt hat uns die Sauberkeit: Für eine Stadt mit knapp 9 Millionen Menschen ist es bemerkenswert geordnet. Chapeau, Ho Chi Minh City!

Eine Suite mit Weitsicht
Unser Hotel ist ein Volltreffer. Wir bewohnen eine Ecksuite ,🎬 im 17. Stock und der Blick über die glitzernde Skyline der Stadt ist schlichtweg atemberaubend. Hier lässt es sich aushalten!

Kulinarik in geschichtsträchtigem Ambiente
Beim ersten Spaziergang lernten wir schnell: Das Überqueren der Strassen als Fussgänger ist eine Kunst für sich und braucht Mut! Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Nachtessen im Hof einer ehemaligen Opium-Fabrik (The Refinery). Das Essen im Restaurant Hoa Túc Saigon war vorzüglich, die Bedienung hochprofessionell und effizient – ein Quantensprung in Sachen Servicequalität.

🎆 Silvester 2025 & Neujahr 2026: Logenplatz über Saigon
Den letzten Tag des Jahres haben wir genutzt, um die vielen Gesichter von Ho Chi Minh City zu Fuss zu entdecken.
Entdeckungen in der Grossstadt
Wir sind einfach durch die Strassen geschlendert und haben dabei viele «herzige» Ecken wie die Book Street entdeckt – eine charmante Oase der Ruhe voller Bücher und kleiner Cafés. Auch die modernen Shoppingcenter und Food Courts haben wir unter die Lupe genommen. Alles wirkt topmodern und äusserst gepflegt. Das hat uns so gut gefallen.

Ein Festmahl und «Milliarden» Menschen
Vor dem grossen Jahreswechsel gönnten wir uns ein exzellentes Nachtessen im Vietnam House Restaurant. Die Qualität war hervorragend und ein würdiger Abschluss für das alte Jahr. Draussen auf den Strassen herrschte der Ausnahmezustand: Gefühlt tummelten sich «Milliarden» von Menschen, um den Countdown zu feiern.
Feuerwerk aus der ersten Reihe
Pünktlich zum Jahreswechsel zogen wir uns in unsere Suite zurück. Mit einer kleinen Flasche Champagner belegten wir unsere Logenplätze im 17. Stock. Wir hatten einen fantastischen Blick auf das 15-minütige Feuerwerk, das den Himmel über Saigon erleuchtete. Ein magischer Moment ohne das Gedränge in den Strassen!
Happy New Year 2026!

🏛️ 1. Januar: Geschichte, Markttreiben und moderne Foto-Manie
Unser erster Tag im neuen Jahr führte uns tiefer in das Herz von Ho Chi Minh City.
Historisches Saigon und versteckte Gassen
Wir spazierten zum Wiedervereinigungspalast und genossen die weitläufigen, grünen Parks in der Umgebung – eine wahre Wohltat in dieser Metropole.

Auf dem Rückweg liessen wir uns durch die engen Gassen treiben und entdeckten dabei das Seafood House. Es ist beeindruckend zu sehen, wie lebendig und geschäftig es abseits der grossen Boulevards zugeht.

Markt-Trubel und Unterhaltung beim Kaffee
Natürlich durfte ein Besuch im berühmten Ben-Thanh-Markt nicht fehlen.

Zur Erfrischung kehrten wir danach im Metropole Café ein. Die Drinks waren hervorragend, aber das eigentliche Spektakel war das «People Watching»: Wir wurden Zeugen einer permanenten Foto-Session von sechs Mädchen am Nachbartisch. Dass man ununterbrochen und stundenlang nur Fotos von sich selbst machen kann, war für uns fast schon grauenhaft anzusehen – aber definitiv unterhaltsam!

Den Rest des Tages haben wir entspannt an unserem Pool im 10. Stock verbracht, um die Beine hochzulagern.

🚐 Ausblick: Abenteuer Minibus nach Can Tho
Morgen, am 2. Januar, beginnt für uns ein neues Kapitel der Fortbewegung. Wir fahren mit lokalen Minibus nach Can Tho im Mekong-Delta. Die Fahrt sollte 3 Stunden dauern.

Bolaven-Plateau

27. Dezember: Kaffee-Kultur und Enttäuschung
Der Aufbruch zum Bolaven-Plateau begann vielversprechend. Wir tauchten ein in die Welt des laotischen Kaffees und besuchten Mr. Vieng’s Coffee Homestay. Die Führung durch die Plantage war äusserst informativ – es ist faszinierend zu sehen, was nötig ist bis zu einer Tasse Kaffee.

Danach standen die ersten Wasserfälle auf dem Programm: Tad Hang und Tad Lo. Beide waren nett anzusehen und boten eine schöne Kulisse für den Start unserer Plateau-Tour.

Die Ankunft in unserer Unterkunft, SABAIDEE VALLEY Resort, war leider ein Albtraum. OmG, unser Zimmer wurde seit einer Ewigkeit nicht geputzt! Überall Staub, Flecken und eine abgestandene Luft. Als wir lüften wollten, zerbröselten uns fast die Fenster in den staubverklebten Rahmen. Die Krönung: Eine Badewanne voller Ameisen, die wir erst einmal mit Mückenspray bekämpfen mussten. Die ganze Anlage wirkt ungepflegt – einzig der Pool ist neuer und sauber und rettet uns den Aufenthalt einigermassen.

🌊 28. Dezember: Spektakuläre Fälle und Pool-Flucht
Heute haben wir das Beste aus der Situation gemacht und sind zu den berühmten Wasserfällen der Region aufgebrochen:
Tad Fane: Der imposante Doppel-Wasserfall, der über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Ein gewaltiger Anblick!

Tad Gneuang (Yuang): Dieser Wasserfall hat uns viel besser gefallen. Nicht nur der Fall selbst ist schön, sondern die gesamte Umgebung lädt viel mehr zum Verweilen ein und wirkt gepflegter als die touristische Abfertigung an anderen Orten.

Den Rest des Tages haben wir sicherheitshalber am Pool verbracht – dort ist es sauberer als im Zimmer. Wir zählen bereits die Stunden und freuen uns riesig auf die morgige Abreise aus diesem „Gruselkabinett“.

Champasak

🎄 24. Dezember: Heiligabend am Mekong – Von der Piste ins Paradies

Der heutige Tag war geprägt von der längsten Fahretappe unserer Reise: 365 Kilometer von Thakhek nach Champasak.

Der Start war typisch laotisch: Die Strasse war anfangs katastrophal, was uns nach den letzten Tagen aber kaum noch überraschte. Doch dann geschah das Wunder – der Belag wurde gut! Ein echter Segen waren die thailändischen PTT-Tankstellen entlang der Route. Die dortigen Amazon Cafés sind für uns zu kleinen Rettungsinseln geworden; der gute Kaffee und die erfrischenden Getränke haben die langen Stunden im Auto deutlich angenehmer gemacht.

Punkt 17 Uhr haben wir unser Ziel erreicht und was sollen wir sagen: Das The River Resort ist ein Traum. Es liegt inmitten eines weitläufigen Naturparks direkt am Ufer des Mekong. Wir bewohnen den oberen Teil einer Villa und haben das Privileg, direkt vom Bett aus auf den majestätischen Fluss zu schauen. Ein Ausblick, den man so schnell nicht vergisst.

Weihnachten unter Palmen
Unseren Heiligabend haben wir ganz entspannt im Hotel-Restaurant verbracht. Bei sommerlichen 28 Grad und dem Rauschen des Mekong im Hintergrund war es ein ganz besonderes Fest. Fernab von Kälte und Stress haben wir die Ruhe und das gute Essen genossen.

🏛️ 25. Dezember: Weihnachtsruhe und die Wiege der Khmer-Kultur

Nach einer herrlich ruhigen Nacht – ganz ohne die übliche Geräuschkulisse aus Karaoke oder Strassenlärm – starteten wir tiefentspannt mit einem Frühstück am Pool in den Weihnachtstag. Wir haben uns so in die Ruhe und den Ausblick verliebt, dass wir unseren Aufenthalt im Resort spontan um eine Nacht verlängert haben. Wir bleiben also bis Samstag!


Vat Phou: Ein Hauch von Angkor in Laos
Wir haben die beeindruckende Tempelanlage Vat Phou besucht. Es ist faszinierend, wie sich die Anlage den Hang des Lingaparvata-Berges hinaufzieht. Auch wenn man auf dem Weg nach oben leider ständig der Kuhscheisse ausweichen muss (die heiligen Rinder nehmen ihre Freiheit hier sehr ernst!), ist die Anlage äusserst interessant. Der Blick von ganz oben über das Mekong-Tal ist schlichtweg atemberaubend und entschädigt für jeden mühsamen Schritt.


Wissenswertes über Vat Phou (UNESCO-Weltkulturerbe):
Alter: Die Ursprünge reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück, die heute sichtbaren Ruinen stammen meist aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Damit ist Vat Phou älter als viele Tempel in Angkor Wat (Kambodscha).
Bedeutung: Es war ein religiöses Zentrum des Khmer-Reiches. Ursprünglich wurde hier der Gott Shiva verehrt (Hinduismus), später wurde die Anlage zu einem buddhistischen Heiligtum umgewandelt.

🍽️ Weihnachtsfest
Der Weihnachtsabend wurde durch ein echtes Highlight gekrönt: Wir waren in Soum Noum Restaurant in Champasak essen und hatten ein fantastisches Weihnachtsmenü. In der stimmungsvollen Atmosphäre konnten wir den Tag bei hervorragendem Essen Revue passieren lassen. Es war genau der richtige Rahmen, um die Feiertage in der Ferne zu zelebrieren – weit weg vom Trubel, dafür mit viel Genuss.

☀️ 26. Dezember: Die Kunst des Nichtstuns
Heute ist der grosse Tag der Erholung. Nach den vielen Erlebnissen am Vat Phou und den tausenden Schlaglöchern der letzten Wochen schalten wir nun ganz bewusst einen Gang zurück.
Programm: Chillen am Pool.
Aussicht: Der Mekong, der gemächlich an unserer Villa vorbeifliesst.
Mission: Die Ruhe des Resorts in vollen Zügen einsaugen, bevor es morgen wieder auf Achse geht.

Loop und Thakhek

🏍️ 22. Dezember: Stausee-Idylle und das grosse Schlagloch-Finale
Die Schlussetappe des Loops nach Thakhek war eine Reise der Gegensätze. Wir haben heute wieder einmal erlebt, wie unberechenbar das Reisen in Laos sein kann.

Der erste Teil der Strecke war ein Genuss: Sehr gute Strassen fast ohne Verkehr und eine friedliche Atmosphäre. Wir sind durch die Gegend gefahren, wo für einen riesigen Stausee (Nam Theun 2) grosse Flächen geflutet wurden. Die aus dem Wasser ragenden, abgestorbenen Bäume erzeugen eine ganz eigene, mystische Stimmung. Auch wenn wir die dort lebenden Elefanten leider nicht zu Gesicht bekommen haben, war die Ruhe auf diesem Abschnitt herrlich.

Das 40-Kilometer-Chaos
Dann zeigte Laos wieder sein anderes Gesicht: Wenn die Laoten etwas kaputt machen, dann richtig! Die letzten 40 Kilometer vor Thakhek waren eine absolute Katastrophe. Für dieses kurze Stück haben wir stolze 1,5 Stunden gebraucht. Es war eine ziemliche Tortur für Mensch und Maschine, bis wir uns endlich durch den Kraterparcours gekämpft hatten.


Oase im „Iglo“
Die Belohnung wartete in Thakhek auf uns: Wir haben unser „Iglo“ bezogen – eine wirklich tolle und aussergewöhnliche Unterkunft inmitten eines wunderschönen Palmengartens. Nach dem Staub der Strasse ist dieser grüne Rückzugsort genau das Richtige.

Erster Eindruck von Thakhek
Thakhek gefällt uns auf Anhieb besser als die bisherigen Städte. Es wirkt freundlicher, es gibt deutlich weniger Staub und – man glaubt es kaum – es gibt sogar Trottoirs! Es tut gut, wieder einmal entspannt ein paar Schritte zu Fuss gehen zu können.

🛕23. Dezember: Spirituelle Einblicke und Vorbereitungen
Heute stand im Zeichen der Ruhe vor dem grossen Sturm (oder besser: der grossen Fahrt). Wir haben den Tag genutzt, um eines der bedeutendsten Heiligtümer der Region zu besuchen und uns logistisch auf den morgigen Tag vorzubereiten.

Wir sind zum Phathat Sikhottabong Stupa gefahren. Dieser vergoldete Stupa gilt als einer der heiligsten Orte des Landes. Viele Pilger waren da. Es ist ein lebendiger Ort, kein Museum, und das sieht man ihm an. Die ganze Anlage ist nicht gerade im rosigen Zustand.

Der Rest des Tages war der Vorbereitung gewidmet. Nach dem vielen Staub der letzten Tage haben wir das Auto waschen lassen und für die grosse Fahrt morgen getankt. Den Nachmittag geniessen wir jetzt ganz entspannt in unserem herrlichen Palmengarten bei unserem „Iglo“.


🚗 Ausblick:
Morgen, am 24. Dezember, wartet die wohl grösste fahrerische Herausforderung der bisherigen Reise auf uns: 365 Kilometer von Thakhek bis nach Champasak.

The Rock Challenge

🧗 21. Dezember: Adrenalin auf den Felsen und Panoramapause

Heute sind wir ein kurzes Stück zurückgefahren, um den Tag beim spektakulären The Rock ViewPoint zu verbringen. Die Interessen waren dabei klar verteilt:

Stefans Zip Line/ Kletterabenteuer
Stefan hat sich heute für die sportliche Herausforderung entschieden und eine geführte Tour über die schroffen Kalksteinfelsen gebucht. Mit Ziplines und schwankenden Hängebrücken balanciert er hoch über dem Abgrund von Fels zu Fels. Für Fans von Höhe und Action ein absolutes Muss!

1. Erste Zip Line 🎬

2. Spider Net 🎬

3. Long Zip Line 🎬

4. One of many Zip Lines 🎬

5. Via Ferrata 🎬

Entspannung mit Aussicht
Für mich war klar: Das ist nichts für meine Nerven! Während Stefan also sein Abenteuer bestreitet, habe ich es mir am Viewpoint gemütlich gemacht. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick über das «Steinmeer» von Laos. Es ist der perfekte Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, Fotos zu machen und darauf zu warten, dass ein (hoffentlich) begeisterter Stefan von seinen Kletterpartien zurückkehrt.

🏍️ Ausblick: Weiter auf dem Loop nach Thakhek
Morgen, am 22. Dezember, setzen wir unsere Reise fort. Es steht die Schlussetappe des berühmten Loops an, die uns bis nach Thakhek führt.

Reise Tage in den Süden

19./20. Dezember: Phonsavan – Pakxan – Kong Lor Cave, 213km & 169km

🚜 19. Dezember: Staub, Schlaglöcher und die Realität der Strasse
Heute stand uns der Sinn nach Vorwärtskommen, aber die Strassen von Laos hatten andere Pläne. Die Fahrt nach Pakxan war eine echte Geduldsprobe.

Die Fahrt: Ein Slalom-Marathon
Statt entspanntem Reisen hiess es heute: Schlaglöchern ausweichen. Die Piste war in einem katastrophalen Zustand und der allgegenwärtige Staub kroch durch jede Ritze. Solche Etappen gehören zur Realität in Laos dazu, zehren aber ordentlich an den Nerven.

Ankunft in Pakxan
Um ehrlich zu sein: Pakxan wird nicht unser Lieblingsort. Die Stadt wirkt eher funktional und wenig einladend, und auch unsere Unterkunft war leider kein Glücksgriff (es gab kaum Auswahl). Manchmal erwischt man auf Reisen eben diese Orte, die man am liebsten schnell wieder im Rückspiegel sieht.

Der Lichtblick: Ein gutes Kaffee
Den Tag gerettet hat uns ein nettes Kaffee, das wir glücklicherweise entdeckt haben. Gutes Essen und ein Moment der Ruhe in einer angenehmen Atmosphäre waren genau das, was wir nach der staubigen Fahrt gebraucht haben. Es ist oft diese eine gute Mahlzeit, die die Stimmung an so einem Tag wieder hebt

🚣 20. Dezember: Von der Flucht zum unterirdischen Abenteuer
Nach einer sehr lauten Nacht und wenig Schlaf im Hotel in Pakxan gab es für uns am Morgen nur eines: Nichts wie weg! Wir sind früh aufgebrochen, um die staubige Stadt hinter uns zu lassen und in Richtung des berühmten «Loops» zu fahren.

Eine Strasse voller Überraschungen
Die Fahrt Richtung The Rock Viewpoint hat uns positiv überrascht. Nachdem wir gestern nur mit Schlaglöchern gekämpft hatten, war die Strasse heute erstaunlich gut und lochfrei – zumindest bis kurz vor den Viewpoint, wo die Piste dann doch wieder ihren laotischen Charakter zeigte.

Beim View Point gingen wir den angelegten 20 minütigen Weg durch die Felsen und Jungle.

Das Highlight: Die Kong Lor Cave
Da wir unsere Unterkunft in der Nähe der Höhle bereits um 14 Uhr erreichten, hielt uns nichts mehr zurück. Wir machten uns sofort auf den Weg zur Kong Lor Cave.

Es war ein absolut faszinierendes und abenteuerliches Erlebnis: 7,5 Kilometer ging es mit dem Longtail-Boot durch die tiefe Dunkelheit der riesigen Höhle.

Es war echte Teamarbeit gefragt: An den flachen Stellen mussten wir mithelfen, das Boot über die Sandbänke zu heben, bevor die Fahrt weitergehen konnte.

Nach der Durchquerung der gesamten Höhle ging es denselben Weg durch das unterirdische System wieder zurück.

Gemütlicher Ausklang
Nach diesem Adrenalinkick am Nachmittag war die warme Dusche in unserer Holzhütte eine wahre Wohltat. Den Tag haben wir bei einem sehr guten Nachtessen direkt in unserer Unterkunft ausklingen lassen. Ein krasser Gegensatz zum gestrigen Tag und ein absoluter Höhepunkt unserer Reise!

Phonsavan

17./18. Dezember, 1’130müM

🏺 17. Dezember: Rätselhafte Geschichte und laotisches Handwerk
Nach der Schlammschlacht der letzten Tage startete der heutige Morgen in Phonsavan absolut perfekt. Unser Sipanya Guesthouse ist sehr gut. Nach einem sehr guten Frühstück in Honey cafe & Slow Bar: herrlicher Cappuccino und frisch gemachten Pancakes tankten wir die nötige Energie für unseren Erkundungstag.

Die Ebene der Tonkrüge (Plain of Jars) 1 & 2
Das Wetter spielte mit – es war perfekt, um die berühmte Plain of Jars zu besichtigen.

Diese riesigen, tonnenförmigen Gefässe aus Stein sind über 2000 Jahre alt und geben Forschern bis heute Rätsel auf. Wer hat sie gemacht? Und wofür wurden sie wirklich genutzt?
Site 1: Die grösste Fundstelle mit hunderten von Krügen, darunter der massive „Königskrug“.

Site 2: Diese liegen malerisch auf Hügeln und in kleinen Wäldern.
Es ist ein mystischer Ort, der einen ehrfürchtig werden lässt, wenn man zwischen diesen uralten Zeugen der Geschichte steht. Film 🎬

Ein Zeichen von Resilienz: Die Metal Spoon Makers
Zum Abschluss des Tages besuchten wir die Metal Spoon Makers im Dorf Ban Napia. Es ist beeindruckend und zugleich berührend zu sehen, wie die Menschen hier mit ihrer Geschichte umgehen.
Sie nutzen das Metall von Kriegsschrott und Blindgängern, die während des Vietnamkriegs über Laos abgeworfen wurden, schmelzen es ein und giessen daraus Löffel und Schmuck. Aus Werkzeugen der Zerstörung entstehen so nützliche Alltagsgegenstände – ein starkes Symbol für den Überlebenswillen der laotischen Bevölkerung.

Auf dem Weg zurück

🌲 18. Dezember: Stufen zum Himmel und die Schatten der Vergangenheit
Unser zusätzlicher Tag in Phonsavan war alles andere als langweilig. Wir haben ihn genutzt, um noch tiefer in die Landschaft und die bewegte Geschichte dieser Region einzutauchen.
Wanderung zum Phu Kheng Jars Quarry
Heute hiess es noch einmal: Wanderschuhe schnüren! Wir haben den Phu Kheng Jars Quarry besucht. Dieser Ort ist besonders faszinierend, da es sich um den Steinbruch handelt, aus dem viele der riesigen Krüge stammen.
Der Weg dorthin war sportlich: Unzählige Stufen, ca. 1’200, führten uns hinauf durch wunderschöne Pinienwälder. Die Anstrengung wurde mit einer tollen Aussicht über die gesamte Hochebene belohnt. Es ist eindrücklich zu sehen, wie die halbfertigen Krüge dort liegen geblieben sind, als wäre die Arbeit von einem Moment auf den anderen unterbrochen worden.

Berührende Einblicke im MAG Center
Nach der Natur am Vormittag folgte ein Besuch, der uns sehr nachdenklich gestimmt hat: das MAG Center (Mines Advisory Group).
Es ist zutiefst bedenklich, was sich Menschen gegenseitig antun. Dass Laos das am meisten verbombte Land der Welt ist (im Verhältnis zur Einwohnerzahl), war eine Information, die uns in dieser Deutlichkeit neu war. Zu sehen, wie viele Blindgänger (UXO) heute noch das Leben der Menschen bedrohen, rückt die Schönheit der Landschaft in ein ganz anderes, ernsteres Licht. Es macht ehrfürchtig vor der Resilienz der Laoten, die trotz dieser Last so freundlich geblieben sind.

🚗 Ausblick: Die Reise geht weiter nach Pakxan
Morgen, am 19. Dezember, verlassen wir die Hochebene und machen uns auf den Weg nach Pakxan (auch Paksan genannt). Das bedeutet wieder eine längere Fahrt in Richtung Süden, an den Mekong zurück.

Der Weg nach Phonesavan

15./16. Dezember

🛑 Die Realität des laotischen Roadtrips – Der Schlamm-Horror
Nach der Übernahme unseres Mietautos, Mahindra (indische Automarke) sind wir Richtung Berge gestartet. Google Maps ist der „Meinung“ dass es für 300km 10 Stunden braucht. Deswegen planten wir in 2 Etappen nach Phonesavan zu fahren.

Es handelt sich um die Hauptroute Nr. 13. Wir wussten, dass die Strasse schwierig sein würde, aber was wir auf dem Weg von Luang Prabang nach Phou Khoun vorfanden, war jenseits jeder Vorstellungskraft.


Die Hölle auf 130 Kilometern
Die Strecke, die als Hauptverbindungsachse zwischen Nord und Süd gelten müsste, war der blanke Horror!
Es war keine Strasse, es war eine Schlammpiste.
Wir haben in unseren vielen Reisen so etwas noch nie gesehen oder erlebt. Über weite Teile war die Piste völlig aufgeweicht und zerfurcht.
Fahrzeit-Schock: Für die gerade einmal 130 Kilometer brauchten wir unglaubliche sechseinhalb Stunden.
Auch alle grossen Lastwagen, die das Rückgrat der laotischen Logistik bilden, kämpfen sich auch durch diesen Schlamm. Das erhöht die Gefahr und macht das Vorankommen extrem schwierig.

Das Elend in den Dörfern: Die Dörfer entlang der Strecke sind ebenfalls voller Schlamm. Es war ein grauenhafter Anblick, der die harten Lebensbedingungen in dieser Bergregion gnadenlos offenbart.
Trotz der fahrtechnischen Herausforderung und des Schreckens ist die Landschaft um uns herum natürlich weiterhin spektakulär. Aber die Konzentration gilt heute ganz klar der Strasse.

🚿 Typisch Laos – Das Guesthouse-Abenteuer
Nach der mühsamen Fahrt nach Phou Khoun brauchten wir dringend Erholung. Wir kamen in einem neuen Guesthouse unter.
Auf den ersten Blick war alles tip top. Das Zimmer war neu und sauber. Doch dann kam die Überraschung der laotischen Bauweise:
Das Waschbecken hatte schlicht keinen Abfluss! Das Abwasser platschte dir einfach auf die Füsse, wenn du das Wasser laufen liessest.
Ein kleiner, unvergesslicher Moment des kuriosen Reisens, der uns zum Lachen brachte. Trotzdem: Die Nacht war ruhig, die Decken warm – die perfekte Basis für den nächsten harten Fahrtag.

🚧 Tag 16: Schlamm, Bagger und die Erlösung – Ankunft in Phonsavan
Heute stand uns der zweite Teil der Berg-Tortur bevor: die nächsten 130 Kilometer nach Phonsavan. Wir brachen früh auf, in der Hoffnung, das Schlimmste hinter uns zu haben. Leider wurden wir eines Besseren belehrt.


Tiefer Schlamm und die Lastwagen-Blockade
Die ersten 70 Kilometer waren in weiten Teilen schlimmer als gestern! Der Schlamm war noch tiefer und die Unebenheiten grösser. Unser Mietwagen wurde erneut auf eine extreme Probe gestellt – das war Fahren am Limit.

Video 1, Video 2

Der Höhepunkt dieses Strassen-Alptraums war eine Blockade: Zwei grosse Lastwagen hatten die gleiche enge Kurve nicht gleichzeitig erwischen können und blieben tief im Schlamm stecken.
Doch hier zeigte sich die laotische Improvisationskunst: Ein Bagger arbeitete bereits in der Nähe. Kurzerhand schüttete der Baggerfahrer eine neue Möglichkeit neben der Blockade aus, und wir konnten so durchkommen – ein echtes Roadtrip-Glück im Unglück!


Die wohlverdiente Ebene
Nach dieser harten Prüfung kam die Belohnung: Die letzten 60 Kilometer hatten tatsächlich sehr viel, sogar gute Strasse. Wir konnten aufatmen und endlich ein normales Tempo fahren.

Bevor wir zu unserer Unterkunft fuhren, war klar: Das Auto musste dringend gereinigt werden. Nach den zwei Schlammschlachten liessen wir das Fahrzeug zuerst gründlich waschen.


Jetzt sind wir in Phonsavan, dem Tor zur Ebene der Tonkrüge. Die Anreise war hart, aber wir haben es geschafft!

Tag 11: Die Rundreise endet

12. Dezember 2025

Der heutige Tag markiert das Ende unserer grossen Nordthailand-Rundreise. Nach den kühlen Nächten in den Bergen starteten wir mit einem typischen chinesischen Frühstück in Mae Salong, bevor wir uns auf den Rückweg nach Chiang Mai machten.

Erntezeit in Nordthailand

Die Fahrt zurück in die Ebene war landschaftlich noch einmal unglaublich spannend. Der Weg führte uns an unzähligen Agrarfeldern vorbei, auf denen alles Mögliche angebaut wurde. Die landwirtschaftliche Vielfalt der Region ist atemberaubend! Vieles davon haben wir in Natura noch nie gesehen.

​Besonders auffällig: Es ist Mandarinen-Zeit! Überall entlang der Strassen werden die leuchtend orangen Früchte aus der Region verkauft – ein fröhlicher Anblick und ein Beleg für die reichhaltige Erntezeit.

​Wiedersehen in Chiang Mai

In Chiang Mai angekommen, war die Freude gross: Wir trafen unseren Freund Simon, der hier lebt. Nach einem längeren Austausch, bei dem wir unsere Abenteuer der letzten Tage Revue passieren liessen und die neuesten lokalen Anekdoten hörten, stand das Abendessen an.

Dieser Abend war aus einem weiteren Grund etwas ganz Besonderes: Wir feierten heute unser 17-jähriges Jubiläum, seit wir zusammen wohnen!
Zum Abschluss der Rundreise und zur Feier dieses grossen Anlasses wählten wir das renommierte  Lanna Restaurant Kiti Panit.

Kulinarischer Höhepunkt: Das Kiti Panit ist bekannt dafür, die traditionelle Küche des alten Lan Na Königreiches zu servieren – der perfekte kulinarische Rahmen, um unsere Zeit in Nordthailand feierlich ausklingen zu lassen, bevor morgen das nächste grosse Abenteuer Laos ruft.

Nach dem Essen liefen wir durch chinesischen Markt durch wo wir viel Proteine entdeckt haben.

Wir geniessen die letzte Nacht in der vertrauten Merchand Villa, die sich nach einer Woche Roadtrip fast wie ein Zuhause anfühlt. Morgen geht’s weiter nach Luang Prabang, Laos

Mae Salong

10./11. Dezember.

⛰️ Tag 9: Der Weg ist das Ziel – Spektakuläre Stopps vor Mae Salong

Der heutige Tag war geprägt von einzigartigen Sehenswürdigkeiten und einer faszinierenden Fahrt in die Höhe. Auf unserem Weg nach Mae Salong machten wir noch zwei beeindruckende Stopps:


💙 Der Blaue Tempel: Wat Rong Suea Ten
Unser erster Halt war der Wat Rong Suea Ten, besser bekannt als der Blaue Tempel. Nach dem strahlenden Weiss des Wat Rong Khun ist dieser Tempel ein intensiver visueller Kontrast. Er leuchtet in tiefen Blautönen, ergänzt durch goldene Verzierungen. Ein weiteres Beispiel für die moderne, künstlerische Tempelbaukunst in Chiang Rai.

🌟 Die Grosse Guan Yin Statue
Weiter ging es zur Guan Yin Statue, die hoch auf einem Hügel thront. Die Gottheit der Barmherzigkeit blickt majestätisch über die Landschaft. Schon allein der Anblick der 79m grossen weissen Statue inmitten der grünen Hügel ist beeindruckend.

🌾 Wandern zu den Reisterrassen von Ban Li Khai
Nach den kulturellen Stopps führte uns die Strasse tiefer in die Natur. Fluss entlang sind wir zu den Reisterrassen von Ban Li Khai gewandert. Der Reis wurde geerntet somit waren es keine perfekt angelegten grünen Felder war aber trotzdem schön die Terrassen zu sehen.

🌬️ Ein kühler Abend in den Bergen
Am Abend in Mae Salong angekommen, merkten wir schnell, dass die Höhe nicht nur schöne Ausblicke, sondern auch kühle, 15 Grad, Temperaturen mit sich bringt! Es ist ziemlich kühl hier oben und unser Zimmer hat keine Heizung. Aber keine Sorge: Dank einer guten Decke kuscheln wir uns warm ein und geniessen die klare Bergluft.

🌿 Mae Salong ist berühmt für seine besondere Geschichte

Es wurde einst von einer Kuomintang-Einheit (chinesische Nationalisten) gegründet, die nach dem chinesischen Bürgerkrieg hier Zuflucht fand. Diese Vergangenheit hat dem Ort einen einzigartigen chinesischen Charakter verliehen, der sich in der Architektur, den Restaurants und vor allem im Teeanbau widerspiegelt. Die Menschen hier sind sehr zurückhaltend und genauso „freundlich“ wie Chinesen. Das Lachen haben sie auch nicht erfunden. Ich habe das Gefühl ich bin in Yunnan und nicht mehr in Thailand.

Nach dem Frühstück ging’s direkt in die Plantagenlandschaft, für die Mae Salong berühmt ist.

Wir tauchten ein in die steilen Hänge, die mit sorgfältig angelegten Kulturen übersät sind. Der Weg war, wie erwartet, sehr steil! Aber die Umgebung ist so faszinierend, dass man die Anstrengung gerne in Kauf nimmt. Trotz der Höhe und der kühlen Nächte wurde es am Tag heiss – ein gutes Workout war garantiert.
Die Vielfalt der Vegetation war beeindruckend: Wir sahen nicht nur die Hauptakteure – die endlosen Tee- und Kaffeeplantagen – sondern auch tropische Früchte wie Bananen und Feigen.

Nach der Wanderung auf den steilen Pfaden war der Nachmittag heilig: Wir chillten auf der Terrasse vor unserem Zimmer. Der perfekte Ausklang nach einer anstrengenden, aber wunderschönen Erkundungstour.