🇰🇭 8. Januar: Willkommen im Königreich der Wunder
Bevor wir die Grenze überschritten, haben wir uns ein wenig mit unserem neuen Gastland vertraut gemacht. Kambodscha ist ein Land voller Kontraste:
Das Erbe der Khmer: Das heutige Kambodscha ist der Nachfolger des mächtigen Khmer-Reiches, das einst weite Teile Südostasiens beherrschte. Davon zeugt heute vor allem das Nationalstolz-Symbol schlechtweg: Angkor Wat (das wir sogar auf der Nationalflagge finden).
Die junge Bevölkerung: Bedingt durch die tragische Geschichte der Roten Khmer in den 70er-Jahren ist Kambodscha heute eines der «jüngsten» Länder der Region – über 50 % der Menschen sind jünger als 25 Jahre.
Religion & Alltag: Der Theravada-Buddhismus prägt fast jeden Aspekt des Lebens. Überall sieht man die orangefarbenen Roben der Mönche und kleine Geisterhäuschen vor den Gebäuden.
Währungscuriosum: In Kambodscha zahlt man fast alles mit US-Dollar, bekommt aber bei Beträgen unter einem Dollar das Wechselgeld in der lokalen Währung Riel zurück. Man hat also immer zwei Währungen im Portemonnaie.
Gastfreundschaft: Kambodscha gilt oft als das Land mit dem herzlichsten Lächeln Südostasiens – eine Eigenschaft, die wir bereits bei unserem Grenzübergang spüren durften.
🛂 Der reibungslose Wechsel
Der Wechsel von Vietnam nach Kambodscha verlief viel schneller und entspannter als gedacht. Das Camia Resort hatte alles perfekt organisiert:
Die Reise: Zuerst ging es mit dem Boot in der okay First Class aufs Festland. Pünktlich angekommen, übernahm ein Fahrer, der uns bis zur kambodschanischen Grenze brachte.
Das Ritual: Zur Absicherung wurde bei jeder Übergabe ein obligatorisches Beweisfoto von uns gemacht – die Auftraggeber wollten sichergehen, dass wir wohlbehalten «übergeben» wurden! 😄
Die Grenze: Den Grenzübergang erledigten wir zu Fuss. Die Visa-Formalitäten auf der kambodschanischen Seite waren in rekordverdächtigen 15 Minuten erledigt.
Preis-Leistung: Für die gesamte Organisation (Boot und zwei Privatfahrer) haben wir für uns beide nur CHF 60 bezahlt – ein unschlagbarer Preis für diesen Komfort.



Ankunft im Paradies: La Plantation Villa
In der La Plantation Villa angekommen, wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang begrüsst. Die Anlage mit ihren vier Villen und dem grossen, schönen Pool ist ein Juwel.






🌶️ 9. Januar: Ein Fest für die Sinne in La Plantation
Heute stand alles im Zeichen des berühmten Kampot-Pfeffers. Als grosse Pfeffer-Liebhaberin kam ich voll auf meine Kosten:
Die Führung: Wir erhielten eine äusserst spannende und lehrreiche Tour durch die Plantage. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Handarbeit und Tradition in jedem einzelnen Korn steckt.
Die Degustation: Das Highlight war die Verkostung am Ende. Die verschiedenen Aromen und Schärfegrade zu erschmecken, war eine tolle Erfahrung.









Exklusivität: Da wir aktuell die einzigen Gäste sind, genossen wir am Abend ein Privat-Dinner in absoluter Ruhe – ein krasser Gegensatz zum wuseligen Vietnam!


🛺 10. Januar: Kolonialer Charme und die Krabben von Kep
Heute haben wir uns ein Tuk-Tuk geschnappt und die Region erkundet. Unser Fahrer sprach hervorragendes Englisch, was den Ausflug besonders interessant machte, da er uns viel über seine Heimat erzählen konnte.




Kampot: Ein Hauch von Frankreich
Wir waren sehr positiv überrascht, wie hübsch und gepflegt Kampot ist. Man spürt an jeder Ecke, dass die Franzosen hier einen Sinn für Ästhetik und Charme hinterlassen haben. Die alten Kolonialbauten am Flussufer verleihen der Stadt eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Lustigerweise haben wir mitten in Kambodscha sogar ein Schweizer Restaurant 🇨🇭 entdeckt – ein Stück Heimat in der Ferne!










Natur pur im Nationalpark
Zwischen den Städten machten wir einen Abstecher in den Kep-Nationalpark. Die Fahrt durch das üppige Grün und die Ruhe dort waren ein toller Kontrast zum Küstentreiben.






Kep und der legendäre Krabbenmarkt
In Kep besuchten wir den berühmten Crab Market. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Körbe mit den frischen Krabben direkt aus dem Meer gezogen werden.




Wissenswertes über Kep:
In den 1950er- und 60er-Jahren war Kep der exklusivste Badeort Kambodschas. Die Elite (und sogar der König) baute sich hier luxuriöse Villen im modernen Stil.
Geister-Villen: Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden viele dieser Villen verlassen. Wenn man heute durch Kep fährt, sieht man noch immer die Ruinen dieser prachtvollen Häuser, die langsam vom Dschungel zurückerobert werden – ein sehr mystischer Anblick.
Das Wahrzeichen: Die riesige Krabben-Statue, die im Meer vor der Küste thront, ist das meistfotografierte Motiv der Stadt.


Kulinarik: Kep ist weltweit bekannt für die Kombination aus frischen Meeresfrüchten und dem grünen Kampot-Pfeffer, den wir gestern auf der Plantage kennengelernt haben.
🏝️ Morgen: Auf nach Koh Russey
Mit diesen schönen Eindrücken im Gepäck geht es morgen weiter ins Inselparadies. Wir fanden die Gegend hier wirklich ganz hübsch und sind gespannt, ob die Privatinsel diesen Standard halten kann.